a3kultur-Theatergalaxie

Vor drei Jahren recherchierte die a3kultur-Redaktion die erste Theatergalaxie. Seitdem hat sich einiges geändert. Die Stadt organisierte einen Bürgerbeteiligungsprozess zur Theaterlandschaft, behandelte dabei aber nur das Theater Augsburg. Daraufhin schlossen sich die wichtigsten Protagonisten der freien Theater als Lobby  zusammen und präsentierten gemeinsam ihre Etatforderungen. Dem zuständigen Referat war es recht und es befürwortete einen Großteil der geforderten 650.000 Euro.

In der Zwischenzeit wurde das Große Haus am Kennedyplatz aus Sicherheitsgründen von der Stadt geschlossen. Über Jahrzehnte hat es die Politik versäumt, die nötigsten Renovierungen am größten Kulturort unserer Region vorzunehmen. Begleitet wurde das Trauerspiel von einer oft würdelos geführten Debatte, die sich darum drehte, wie und zu welchen Bedingungen das alte Stadttheater in Gegenwart und Zukunft geführt werden kann. Mehr als 200 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten. Kritiker bezweifeln die Summe und verorten den endgültigen Baupreis weit über dieser Marke. Ihr angestrebter Bürgerentscheid zum Thema versandete. Wenn der neue Theaterkomplex in fünf Jahren eröffnet wird, werden wir der Wahrheit ein Stück näher kommen. So lange wird das Theater Augsburg sein Wirken auf mehrere Interimsspielstätten in den Vorstädten ausdehnen.

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THEATER AUGSBURG

Flagschiff dieser Episode wird die neue Spielstätte im martini-Park mit rund 630 Sitzplätzen sein. Die Brechtbühne mit ihrer Kapazität für knapp 250 Besucher erlebt 17/18 voraussichtlich ihre letzte Spielzeit. Nach nur sechs Jahren soll der Container dem Neubaukomplex des Theaters weichen. Konzipiert wurde die Brechtbühne für bis zu 20 Spielzeiten. Allerdings findet Technik und Bestuhlung in einem Theaterneubau auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks in Oberhausen zumindest bis ins Jahr 2022 weiter Verwendung. Hier soll als Interimslösung zwei die neue Brechtbühne samt Theaterverwaltung und Werkstätten entstehen. Auch dem Hoffmannkeller mit seinen maximal 99 Plätzen winkt nach nur 15 Spielzeiten 2018 wegen dem Theaterneubau das Aus. Einzig die marode Freilichtbühne mit ihren knapp 2200 Sitzplätzen, sowie die Hauptspielstätte der Augsburger Philharmoniker im 2012 frisch renovierten Kongress am Park bleiben dem Theater Augsburg als Spielstätten vorerst erhalten.

Das Theater Augsburg beschäftigt als Eigenbetrieb der Stadt etwa 350 Mitarbeiter. Der Etat beträgt circa 20 Millionen Euro. Mehr als drei Viertel davon sind städtische und staatliche Fördergelder. In der vergangenen Spielzeit kamen knapp 185.000 Besucher. www.theater-augsburg.de

THEATERZENTRUM ABRAXAS

Im Offiziersclub der ehemaligen Reesekaserne  im Stadtteil Kriegshaber verwaltet das Kulturamt der Stadt ein weiteres Theater, ohne sich allerdings ein eigenes Ensemble dafür zu leisten. Noch in unmittelbarer Nähe zum Kulturpark West mit Übungsräumen und Ateliers für weit mehr als 1.000 Kreative empfiehlt sich die 150 Plätze fassende Shakespearebühne als Kulturort für Konzerte, Tanzevents und natürlich Theater. Für fünf lokale freie Theater ist es der zentrale Spielort in der Stadt, für das im selben Komplex beheimatete JTA eine regelmäßige Ergänzung zur eigenen, wesentlich kleineren Bühne.

Das FaksTheater erreicht in der Saison mit seinen rund 110 Auftritten, davon gut 20 im abraxas-Theater, circa 14.000 Besucher. Das Team, es zählt zwei feste Mitarbeiter und sieben Honorarkräfte, erarbeitet ein bis zwei Premieren pro Jahr und entwickelt zudem Projekte für Festivals und Bildungseinrichtungen. Es erhält jährlich städtische Fördergelder in Höhe von 20.000 Euro. Seine Spielzeit eröffnet das FaksTheater am 7. Oktober mit dem Theaterkonzert »Eine kleine Dickmadam« und präsentiert im Herbst die neue Aufführungsreihe »Hörtheater« in Zusammenarbeit mit Mehr Musik! und der Stadtbücherei. www.fakstheater.de

Das Moussong Theater mit Figuren ist eine mobile Bühne und gastiert auf Einladung im In- und Ausland. Das Repertoire umfasst zurzeit vierzehn Stücke mit verschiedenen Figurenarten und -techniken. Zum Saisonstart 15. November gibt das Zweierteam das Märchen »Vom Fischer und seiner Frau«. Jährlich stehen zwischen 60 und 70 Moussong-Termine im abraxas-Programm. Das Theater erhält 20.000 Euro städtische Jahresförderung. www.moussong.de

Das Theater Fritz und Freunde bringt Märchen und Klassiker für Kinder und Erwachsene auf die Bühne. Das mobile Theater ist überregional recht gefragt und startet am 10. November mit »Der kleine Prinz« in seine neue abraxas-Saison. Höhepunkt des Herbstes wird die Koproduktion »Ox und Esel« mit den Nachbarn vom Märchenzelt, Premiere ist am 18. November. Fritz und seine zwölf Freunde erhalten 20.000 Euro städtische Förderung pro Jahr und haben bis Jahres­ende über 20 Termine im abraxas-Theater. www.theaterfritzundfreunde.de

Die Schaubühne Augsburg gehört zu den jüngeren Ensembles, die sich im abraxas um Kinderkultur verdient machen. Ihre Macher sind in der Szene jedoch seit vielen Jahren fest verwurzelt. Am 3. Oktober feiern Daniela Reith und Christian Beier mit »Meister Eder und sein Pumuckl« im abraxas-Theater Premiere. Mit »Der kleinen Wassermann« und »Oh wie schön ist Panama« ist die Schaubühne auf Tour. www.facebook.com/SchaubuehneAugsburg/

Das Klexs Theater feiert im nächsten Jahr seinen 30. Geburtstag. Mit rund 110 Auftritten, 60 davon in Augsburg, erreicht die Truppe 30.000 Besucher. In der Regel stehen zwei Premieren pro Jahr auf dem Spielplan. Das Team mit zwei Festangestellten und sechs Honorarkräften macht Theater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Knapp die Hälfte des 60.000-Euro-Etas sind Fördermittel. Im Herbst sind die Klexs-Theater-Inszenierungen »König Rattus und die Ritter der Käserunde« (November) und »Faust Highspeed« (Dezember) im abraxas-Theater zu sehen. Die nächste Premiere steht im März auf dem Programm. Pünktlich zum 30. www.klexs-theater.de

Seit bald 22 Jahren gehört das Märchenzelt zum Kulturort abraxas. Mit 300 Aufführungen ist diese Institution ohne Zweifel das Theater in der Region mit den meisten Terminen und dem größten Repertoire. Zudem absolviert das acht Personen starke Team rund 50 Gastspiele und erreicht so jährlich um die 20.000 Besucher aller Altersstufen. Neben klassischem Erzähltheater für Kinder bietet das Zelt vielfältige Unterhaltung für ältere Fans. Es erhält pro Jahr 20.000 Euro städtische Förderung. Am 1. Oktober präsentiert Njamy Sitson seine neue Trommel- und Erzählschau »Die Alte mit dem goldenen Zahn« für Kinder ab 4 bis 99 Jahre. Am 18. November feiert das Weihnachtsstück »Ox und Esel« Premiere. www.maerchenzelt.de

Vom Gelände der ehemaligen Reesekaserne im Stadtteil Kriegshaber aus arbeitet das Junge Theater Augsburg, kurz JTA. Das eigene Theater fasst rund 40 Sitzplätze. Ergänzend dazu gibt es regelmäßig Aufführungen im benachbarten Abraxas sowie zahlreiche Aufführungen an den unterschiedlichsten Orten. In der vergangen Spielzeit würden 540 Termine und 20.711 Zuschauer gezählt  Bei seinen Produktionen für Kinder und Jugendliche setzt das JTA gerne auf die Kooperation mit lokalen Autoren. Parallel dazu wurde in den letzten Jahren viel Engagement in die Bürgerbühne und die theaterpädagogische Abteilung des Hauses gesteckt, beides mit großem Erfolg. So erklärt sich, dass auf die drei fest angestellten Mitarbeiter des Hauses gut 50 freie Mitarbeiter kommen. Dazu gibt es regelmäßig Koproduktionen, z.B. mit dem Theater Augsburg. Das JTA erzielt einen Umsatz von etwa 400.000 Euro. 65.000 Euro davon erwirtschaftet es durch den Kartenverkauf, wobei das Ticket im Regelfall für 5 Euro der Klientel entsprechend sehr günstig angeboten wird. Nächste Premiere: Die etwas anderen Augsburger Stadtmusikanten. Ein musikalisches Theaterstück frei nach den Brüdern Grimm (22.10., ab 10 J). www.jt-augsburg.de

PRIVATE THEATER MIT EIGENER BÜHNE

Das Sensemble Theater ist das Privattheater der Region mit der längsten Tradition. Die Bühne in der Kulturfabrik im Textilviertel wird im Sommer durch Open-Air-Inszenierungen am Jakoberwallturm und im martini-Park ergänzt. In der vergangenen Spielzeit kamen rund 13.000 Besucher zu den 140 Aufführungen. Mit acht Premieren in dieser Saison machte das Haus seinem Ruf als Premierentheater alle Ehre. Ergänzt wird das Programm durch Konzerte und Formate wie das Improtheater Linner&trescher. Mit vier festen Mitarbeitern und rund 20 Honorarkräften erwirtschaftet das Team circa 400.000 Euro, davon flossen 125.000 Euro als Fördermittel in den Etat. Nächste Termine: Die Puppe. Deutschsprachige Erstaufführung der Komödie von Miro Gavran (28.10.), 8. Schwäbisches Theaterjugendfestival des Bezirks Schwaben (21./22.10.) www.sensemble.de

Die Augsburger Puppenkiste, das wohl berühmteste Marionettentheater Deutschlands, lässt seit 1948 nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Von der Stadt Augsburg wird das Haus mit rund 335.000 Euro jährlich gefördert. Fast 70.000 Besucherinnen und Besucher werden pro Spielzeit gezählt. Diesen Herbst werden im Herzen der Altstadt unter anderem »Das kleine Gespenst«, »Dornröschen«, »Aladin und die Wunderlampe«, »Die Zauberer von Oz« oder »Der kleine Wassermann« zu sehen sein. Eine Premiere feiert das Theater am 10.11. mit den »Bremer Stadtmusikanten«. Das hauseigene Museum präsentiert noch bis zum 22.10. die Sonderausstellung »Sonne, Mond und Sterne – Einmal Milchstraße und zurück«. www.augsburger-puppenkiste.de

Seit der Premiere 2005 strömen jedes Jahr tausende Fans in die Fred Rai Western-City Dasing, um bei den Süddeutschen Karl May-Festspielen in die Welt des Wilden Westens einzutauchen und die Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand mitzuerleben. Heuer wird noch bis zum 17.09. »Das Geheimnis der Felsenburg« aufgeführt, eines der unbekannteren, nur selten inszenierten Werke Mays. Trotz eines verheerenden Großbrands in der Western-City Ende Juli nahm das Ensemble den Betrieb wieder auf. Wie es in den kommenden Jahren weitergeht, wird sich zeigen. www.karlmay-festspiele.de

Das kleinste Opernhaus Deutschlands steht in Mering. Das Team von Multum in Parvo bringt große Klassiker als kleines Papiertheater auf die Bühne. Gespielt werden auf rund eine Stunde gekürzte Stücke mit Flachfiguren in digital bearbeiteten historischen Papiertheaterkulissen. Die Aufführungen finden immer freitags und samstags um 19 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr statt. Sonntags bietet das Haus auch ein Frühstücksbuffet an. In den kommenden Monaten stehen unter anderem »Rigoletto«, »Die Zauberflöte«, »Der Freischütz« und »Faust« auf dem Programm. www.papiertheater.net

Das Theater Eukitea ist ein freies und professionelles Kinder- und Jugendtheater mit Sitz und Theaterhaus in Diedorf sowie einem Projektbüro in Berlin. Eukitea engagiert sich für nachhaltige, ganzheitliche und innovative Theaterarbeit und gastierte seit 1984 mit mehr als 80 Eigenproduktionen über tausendmal an Schulen, Kindergärten und anderen Bildungseinrichtungen. Daneben wird regelmäßig im eigenen Theaterhaus in Diedorf gespielt. Vom 15. bis 17.09. feiert Eukitea ein ganzes Wochenende lang das zehnjährige Bestehen dieser Bühne, unter anderem mit den Performances »Lieben ist die Hochpotenz von Leben« und »Frieden ist«, der Uraufführung »Friedensalphabet« sowie der Premiere »Five Little Pieces For Peace«. Mehr dazu finden Sie unter www.eukitea.de

PRIVATE THEATER OHNE EIGENE BÜHNE

Die von dem Augsburger Schauspieler Matthias Klösel gegründete Theaterwerkstatt versteht sich als professionelle Plattform für Theatermacher aus der Region. Ein festes Haus gibt es bewusst nicht. Inszeniert wird an und für wechselnde Orte. Die Produktionen kommen ohne opulente Ausstattung aus, sind mobil und flexibel. Sie werden in Augsburg und als Gastspiele bundesweit gezeigt. Pro Jahr verlässt ein neues Stück die Werkstatt. Aus dem bestehenden Repertoire werden rund 20 Vorstellungen in Augsburg und nochmals circa 15 als Gastspiele außerhalb der Stadtmauern gespielt. Mit der Tragikomödie »Aufstand der Gartenzwerge« (Spiel und Text: Matthias Klösel, Regie: Jürg Schlachter) feiert die Theaterwerkstatt am 18./19.10. ihre nächste Premiere im City Club. www.theaterwerkstatt-augsburg.de

Das multimediale Theaterensemble Bluespots Productions besitzt keine feste Spielstätte. Gespielt wurde bislang in so unkonventionellen Locations wie dem Alten Stadtbad oder dem Justizpalast. Das Ensemble veranstaltet bis zu 50 Vorstellungen pro Jahr und erhält eine städtische Förderung von 30.000 Euro. Im November startet das neueste Projekt: das Table-Dance-Cabaret »Leck mich Faust«, welches mit Schauspiel, Tanz und Musik in Augsburgs ältestem Etablissement, dem Apollo, zu sehen sein wird. Premiere: 11.11. www.bluespotsproductions.de

Das junge theter ensemble produziert nicht nur zeitaktuelles Theater, sondern auch popkulturelle Veranstaltungen. Ein Highlight der neuen theter-Spielzeit: Die Uraufführung des Musicals. »We Love You«, das am 09.12. seine Premiere feiert. Das Ensemble freut sich immer über theater­begeisterte Interessent*innen. Hierzu findet am 11.09. um 18 Uhr ein Treffen für die neue Spielzeit auf der Probebühne 9 im dritten Stock des City Clubs statt. www.theter.de

Das freie Ensemble Theater im Leben ist auf Aufführungen für Gruppen oder Privatveranstaltungen spezialisiert. Ohne feste Bühne spielt es in der Stadt, in Museen oder aber auch bei einem besonderen Abendessen. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Theaterstadtführungen, wie beispielsweise »Martin Luther, Melanchthon und die Confessio Augustana«. Nächster Termin: 14.10., Rathausplatz. www.theater-im-leben.de

Zwei Ensembles spielen derzeit an der Universität Augsburg. Das Anglistentheater präsentiert eine Produktion pro Semester mit jeweils vier Aufführungen. Das Romanistentheater spielt eine Inszenierung im Sommersemester. Beide Ensembles nutzen den Hörsaal II des Großen Hörsaalzentrums (ca. 250 Plätze) als Bühne. www.uni-augsburg.de

BÜHNEN OHNE FESTES ENSEMBLE

Neben Theatern mit einer eigenen Bühne und Ensembles, die ohne feste Spielstätte ihr Publikum finden, gibt es in der a3kultur-Theatergalaxie unverzichtbare Fixsterne – Locations, die Programmmachern eine Bühne für Gastspiele bieten.

Zu den publikumsstärksten Vertretern dieser Art gehört die Stadthalle Gersthofen. In der Saison 2016/17 erreichte dieser Ort mit Veranstaltungen im Theaterkontext rund 8.000 Besucher­innen und Besucher. In der neuen Spielzeit werden unter anderem das Kindermusical »Petrus Superstar(k)?!« (09./10.09.), die Screwball-Komödie »Dinner Für Spinner« (30.09.), das Reformationsschauspiel »Martinus Luther« (04.11.) und das Familienstück »Der Kleine Prinz« (27.12.) zu sehen sein. www.stadthalle-gersthofen.de Auch der Bürgersaal Stadtbergen und die Stadthalle Neusäß haben sich als Bühne für Theateraufführungen regionaler und überregionaler Künstler etabliert. www.buergersaal-stadtbergen.de www.neusaess.de

Der Kongress am Park diente dem Theater Augsburg in der vergangenen Spielzeit als Inter­imsspielstätte für Musiktheater und Ballett. Gleichzeitig ist die Halle die Heimstätte der Augsburger Philharmoniker. Mit Tschaikowskis »Schwanensee« (20.12., Bolschoi Staatsballett Belarus) oder Mozarts »Zauberflöte« (28.12., Budapester Operntheater) kann der Kongress regelmäßig (internationale) Ensembles in der Stadt begrüßen. www.kongress-augsburg.de Gleiches gilt für das Parktheater im Kurhaus Göggingen. Neben Auftritten des Hamburger Ohnsorg-Theaters (18.10., »Tratsch im Treppenhaus«) oder des Berliner Kriminal Theaters (17.11., »Die Therapie«) steht auch die diesjährige Herbstinszenierung des Kleinen Volkstheaters Göggingen (30.09.) auf dem Spielplan. Das Amateurensemble zeigt das Lustspiel »Verhinderter Casanova«.  www.parktheater.de

Weitere gern bespielte Locations in Augsburg sind die Kresslesmühle (unter anderem regelmäßig die Heimat des Kültürtage-Ensembles »Döner mit Sauerkraut«, nächste Premiere: Haydar Putscht, 27.11.) und das Reesetheater im Kulturpark West (Premiere des Stücks »Pinkelstadt« der Musical Company Augsburg am 02.10.). www.kresslesmuehle.de www.kulturparkwest.de

Das Kulturamt der Stadt Bobingen bespielt die dortige Singoldhalle nicht nur mit professionellen Gastspieltheatern, wie unter anderem mit dem Münchner Theater a.gon (17.12., »Der kleine Lord« in einer Version für alle ab 6 Jahren) – auch das Amateurensemble der Theater-Schmiede Bobingen ist regelmäßig zu Gast (diesjährige Inszenierung: »Der schwarze Abt«, 17.–19.11.). Ein weiteres Highlight in Bobingen sind die Puppentheatertage in der Mittleren Mühle (heuer mit sechs Vorstellungen ebenfalls vom 17.–19.11.). www.bobingen.de

2016 wurde in Heretsried ein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Das Ehepaar Marlies und Sebastian Bernhard hatte beim Besuch eines griechischen Theaters auf Sizilien Feuer gefangen und in seinem großen Garten ein Amphitheater mit 300 Plätzen gebaut. Das Griechische Theater Heretsried lädt jedes Jahr im Juli und August zu einer Handvoll (meist ausverkauften) Terminen. 2017 war unter anderem das Münchner Sommertheater mit Kleists »Der zerbrochne Krug« zu sehen. www.griechisches-theater-heretsried.de