Fledermaus und Fliegenonne

28.05.2017 - 12:44 | Martin Schmidt

Neuseeland-Indie und C86-Jangle-Pop gibt’s am 2. Juni im City Club am Königsplatz.

Man muss nicht wissen, was C86 oder Dunedin Sound bedeutet, es reicht völlig, am Freitag, 2. Juni, Zeit zu haben, um sich P-O-P in honigfarbenen Großbuchstaben in Herz und Kopf zu injizieren. Zu Gast im Kö-Anlieger City Club (Einlass: 21 Uhr, Start: 21:30 Uhr) sind nämlich die legendären The Bats. Sie kommen aus Neuseeland, das ist sehr weit weg, aber es gibt Flugzeuge, eine justament neu erschienene Platte und letztendlich entwickelt sich Augsburg immer mehr zu einem korrekten Indie-Jangle-Pop-Hotspot. The Bats zelebrieren C86-ähnlichen, aber zeitlosen Indie-Folk-Pop mit Jangle-Gitarren. Die Band hat seit Mitte der 1980er-Jahre dieselbe Besetzung und zählt zu den einflussreichsten Bands in der Musikszene Neuseelands. Nicht zuletzt veröffentlichen sie auf dem Label Flying Nun Records, welches, gegründet in den 80ern, in den 90ern zu den wichtigsten Indie-Labels zählte. Kopf der Bats ist Robert Scott, der auch Mitglied der gleichsam legendären The Clean (gegründet 1978!) ist.

Pop-Corn-Wall of Sound Einen fucking passenden Support für die Bats gibt ein bemerkenswertes Augsburg-England-Projekt: The BV’s. Dieses ist ein gemeinsames Spin-off von Endlich-Blüte-Gitarrist Frederik Jehle und von Josh Turner von der englischen Underground-Band Planet Jazz. Ersterer war Anfang 2016 für ein halbes Jahr nach Penryn (Cornwall, England) gegangen und wohnte dort zusammen mit Letzterem in einem Haus. Beide stellten rasch fest, dass sie ähnliche Musik mögen, und schrieben in kürzester Zeit zwölf Songs, die sie mit einfachsten Mitteln aufnahmen, Brexit zum Trotz. Ergebnis ist ein Pop-Perlen-Moiree, das sich zusammensetzt aus – schon wieder – C86, Jangle-Schrammel-Pop und Proto-Shoegazer-Zeug mit oft The-Go-Betweens ähnlichem Songwriting. Die Verletzlichkeit der Aufnahmen ist schon wieder ihre Perfektion, die Musik ist frisch, spontan, geschult an der Pop-Historie und gleichzeitig mit dem Gitarrenhals im Jetzt. Die erste LP der BV’s, »Speaking From A Distance«, erscheint freilich auf Augsburgs »Kleine Untergrund Schallplatten«.

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