MOZ@RT

28.08.2017 - 09:40 | Patrick Bellgardt

Vogler und Stadtfeld, Bach und »ÜberBach« – bei mozart@augsburg stehen vom 1. bis 15. September acht abwechslungsreiche Konzertabende auf dem Programm.

Für das Klassikpublikum unserer Region bislang ungewohnt, hat mozart@augsburg bereits im Frühjahr seine Spuren hinterlassen. Mitte Mai präsentierte das Klassikfestival die hochkarätig besetzte Aufführung von Mozarts Requiem im Kongress am Park. Mit dabei: das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks sowie vier internationale Solisten unter der Leitung von Mariss Jansons. Nach diesem gelungenen Satellitenprojekt lädt der Pianist und künstlerische Leiter von mozart@augsburg, Sebastian Knauer, vom 1. bis 15. September zur sechsten Auflage des Klassikevents.

Die Eröffnung des Festivals in der Evangelischen St. Ulrichskirche bestreitet heuer das Wiener Kammerorchester. Unter der Leitung des Pianisten Stefan Vladar erklingen am 1. September W. A. Mozarts Klavierkonzert Es-Dur KV 271 »Jeunehomme«, die Sinfonie A-Dur KV 201 sowie das Konzert für zwei Klaviere und Orchester F-Dur KV 242. Neben Vladar wird Sebastian Knauer als Solist zu hören sein.

Mit Jan Vogler (Cello) und Martin Stadtfeld (Klavier) gastieren am 5. September zwei absolute Ausnahmemusiker im Kleinen Goldenen Saal. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy und Beethoven. Voglers Gastspiel setzt die Reihe herausragender Cello-Konzerte in Augsburg fort. Lesen Sie hierzu auch die Titelseite der aktuellen a3kultur-Klassik-Sonderveröffentlichung .

Leider abgesagt werden musste das für den 7. September geplante Konzert mit der NDR Bigband. Stattdessen lädt Sebastian Knauer alle Freunde des klassischen Jazz auf eine rhythmusbetonte Reise von Frankreich nach Amerika ins Herrenhaus Bannacker ein. Außer Gershwins »Rhapsody in Blue« schlägt Knauer jazzige Töne von Ravel, Satie, Joplin und Copland an.  Im Anschluss an dieses Konzert bittet der Festivalleiter zu einem American Flying Buffet in der Alten Villa.

Gemeinsam mit dem Vibraphonisten Pascal Schumacher legte Sebastian Knauer im vergangenen Jahr die Einspielung »ÜberBach« des jungen Komponisten Arash Safaian vor. Basis für die Arbeit des Deutsch-Iraners war eine fein ausbalancierte Auswahl von Kompositionen aus dem Bach-Werkverzeichnis, die er mit großem Selbstverständnis zu bearbeiten und neu zu interpretieren wusste. Am 9. September präsentieren Knauer und Schumacher gemeinsam mit Massimo Mercelli (Flöte) und dem Deutschen Kammerorchester Berlin vier dieser Konzerte in der Evangelischen St. Ulrichskirche. Bach klassisch ist mit dem Klavierkonzert d-Moll BWV 1052  und dem Brandenburgischem Konzert Nr. 5 BWV 1050 zu hören.

Mit dem ARC Ensemble Toronto geht es am 10. September zu einer Landpartie ins Herrenhaus Bannacker. Die mehrfach für einen Grammy nominierte Formation des Royal College Toronto wird ein Programm mit Werken von Elgar und Dvorâk vorstellen. Zuvor lädt der Förderverein Amadeus zu einer Gartenparty – stilvoll im englischen Landschaftsgarten der Villa.

Der französische Violinist Renaud Capuçon tritt regelmäßig mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris oder dem Boston Symphony Orchestra auf, ist jedoch leidenschaftlicher Kammermusiker. Gemeinsam mit Sebastian Knauer widmet er sich am 12. September im Kleinen Goldenen Saal den Violinsonaten des Festivalnamensgebers W. A. Mozart. Das ebenfalls aus Frankreich stammende Streichquartett Quatuor Ébène schließt am 14. September – erneut im Kleinen Goldenen Saal – mit Werken von Haydn, Fauré und Beethoven an.

Den Festivalabschluss am 15. September macht der britische Stargeiger Daniel Hope mit seinem Programm »Air – A Baroque Journey«. In der Evangelischen St. Ulrichskirche spürt er der Musik des Barocks nach – mit Werken von Händel, Pachelbel, Telemann, Bach und vielen mehr. Wer Hope kennt, weiß, dass dies eine spannende und vielseitige Reise werden wird

Eintrittskarten für mozart@augsburg gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Nähere Infos finden Sie online unter:
www.mozartaugsburg.com

Foto: Als Ausgangspunkt für seine Arbeit »ÜberBach« wählte der Komponist Arash Safaian (rechts) unterschiedliche Stücke Bachs und stellte daraus Konzerte für Piano, Vibraphon und Kammerorchester zusammen. Am 9. September sind vier dieser Neuinterpretationen in der Evangelischen St. Ulrichskirche zu hören – unter anderem dargeboten von Festivalleiter und Pianist Sebastian Knauer (links). (Foto: Gregor Hohenberg)

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