Tuba or not to be

30.04.2017 - 08:27 | Martin Schmidt

Am Freitag, 5. Mai, 20:30 Uhr, gastieren Kofelgschroa im Flammensaal der Kantine Augsburg.

Nix und niemand, schreibt die FAZ, klinge wie Kofelgschroa. Die vier Alpenquerköpfe, Künstler und gelernte Handwerker, kommen aus Oberammergau; und wer sie noch nicht kennt (was unwahrscheinlich ist), sollte sie nun kennenlernen (was unwahrscheinlich toll ist). Die kauzige Bande entstand 2007 aus traditioneller, fideler Volksmusik heraus – aus der sich ein von Dialekt und Hochdeutsch unter- und übermaltes, derb-feinfühliges Alpenmusikgut entwickelte. Kein Pop, aber eingängig und mit Songstrukturen, ein Blasmusik-Moiree aus Wechseltakten, Mollakkorden, langen Stücken. Tuba, Gitarre, Flügel- und Tenorhorn sowie Akkordeon bilden das kantig-warme Klangarsenal.

Das Schönste an Kofelgschroa ist dabei wohl, dass sie sich einen, pardon: Scheiß darum scheren, ihre urtümliche Musik an Hipster- oder Studentenparty-Kontexte preiszugeben. Keine Kopplung mit Electro-, Club- oder Hip-Hop-Elementen, kein Bavaria-Sellout. Kofelgschroa sind herrlich unurban, ihr Sound riecht nach Lederstiefel, Stein und Hopfenmalz. Kofelgschroa sind eher Biermösl Blosn denn La Brass Banda. Den einzigen Cross-over, den Kofelgschroa wagen, ist der ins poetisch Liedhafte, was fast schon so etwas wie bayerische Chansons erschafft. Das wird spätestens klar, wenn Kofelgschroa darüber singen, wie schön es eigentlich sei, wie Wäsche an der Sonne trocknet. Das ist dann fast eine Art (sonnigere) Alpenversion von Element of Crime, mit Karl Valentin an den Vocals. Hier Melancholie, dort Dadaismus – wenn traditionelle Volksmusik klug ist, dennoch aus dem Bauch kommt und auch noch mit Relevanz für die Gegenwart, dann ist es Kofelgschroa.

www.kofelgschroa.by
www.musikkantine.de

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