1945 – Kriegsende in Friedberg

17. Januar 2017 - 14:00 | Felicitas Neumann

Die Historikerin Nikola Becker beleuchtet in ihrem neuen Buch das Ende des Zweiten Weltkriegs und die kampflose Übergabe Friedbergs an die Amerikaner.

Über 70 Jahre liegt das Ende des Zweiten Weltkriegs nun schon zurück. 2015 erinnerte eine Ausstellung in der Archivgalerie an das Geschehen in der Region. Im Kontext dieser viel beachteten Präsentation wurde die Idee einer Publikation geboren, die es erlaubt, diesen Abschnitt unserer Geschichte jederzeit ins Gedächtnis zu rufen. Seit Sommer vorletzten Jahres war die Historikerin Nikola Becker mithilfe eines kleinen Teams damit beschäftigt, die Ereignisse des 27. und 28. April 1945 – die kampflose Übergabe Friedbergs an die Amerikaner – sowie die Ereignisse der Vor- und Nachkriegszeit in ein Buch zu fassen. Allein ein Drittel des nun erschienenen Werks unter dem Titel »1945 – Kriegsende in Friedberg« besteht aus Zeitzeugenberichten, Fotografien und weiteren Erinnerungsstücken, wie zum Beispiel Briefen.

»Wir steuern auf einen Zeitpunkt hin, an dem wir niemanden mehr fragen können, was wirklich passiert ist. Deshalb ist dieses Projekt sehr wichtig«, so die Autorin. Auf 112 Seiten und 109 Abbildungen wird die Zeit vom Beginn des Nationalsozialismus bis zum Neuanfang unter der amerikanischen Besatzungsmacht eindrücklich geschildert. Das Buch soll auch daran erinnern, dass ein »friedliches« Ende des Zweiten Weltkrieges in Friedberg keineswegs selbstverständlich war.

»1945 – Kriegsende in Friedberg«, herausgegeben im Auftrag der Stadt Friedberg, ist für 24,80 Euro im Handel erhältlich. Erschienen ist das Werk mit freundlicher Unterstützung der Stadtsparkasse Augsburg im Friedberger Likias Verlag.

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