Besondere Stärken

15. September 2017 - 8:05 | Geoffrey Abbott

Die Saison 2017/18 der bayerischen kammerphilharmonie. Ein erster Überblick

Die Musiker der bayerischen kammerphilharmonie (bkp) spielen nicht nur in unserer Region und wir können froh sein, dass sie regelmäßig hierherkommen, um wie in dieser Saison sechs Konzerte in Augsburg, Gersthofen und Umgebung zu präsentieren. Das Programm für 2017/18 ist vielfältig und durchdacht. Die besonderen Stärken des Ensembles werden erlebbar und eine Verzahnung mit dem Augsburger Mozartfest wird es auch geben.

Was sind diese besonderen Stärken? Erstens die Frische und Virtuosität, mit der man an die Musik herangeht. Zweitens die Zusammenarbeit mit hervorragenden, oft jungen Solisten, Solistinnen und Dirigenten – abgesehen davon, dass sie auch ohne Dirigent bestens auskommen.

Mit »Friedensmusik« (27. Oktober, Stadthalle Gersthofen) kommen das Klavierduo Silver-Garburg und der Dirigent Florian Krumpöck, der sich auch als Klaviervirtuose einen Namen gemacht hat, nach Gersthofen. Auf dem Programm stehen zwei Uraufführungen von Richard Dünser (Jg. 1959) neben Werken von Mendelssohn und Brahms.

In »cellissimo« (10. Dezember, Kleiner Goldener Saal) spielt der junge französische Cellist Bruno Delepelaire mit dem erfahrenen Dirigenten Reinhard Goebel Werke von drei Bachsöhnen mit dem Orchester.

»Jeunehomme« (27. Januar, Kleiner Goldener Saal) heißt das Programm, in dem ein junger Mann zwei Klavierkonzerte von Mozart und Haydn spielt. Zwei Mozartsinfonien ergänzen den Abend. Alexander Schimpf ist der junger Mann, ein wunderbarer Pianist und Artist in Residence der bkp dazu.

Die Kammerphilharmonie reduziert sich auf ein Streichsextett für das nächste Konzert »Souvenir de Florence« (11. März, Kleiner Goldener Saal). Kammermusik vom Feinsten von Brahms und Tschaikowsky.

Das Mozartfest der Stadt beschäftigt sich 2018 mit Macht in der Musik. »Eine kleine Machtmusik« (6. Mai, Kleiner Goldener Saal) präsentiert Musik, mit der die Komponisten auf verschiedene Weise auf Machtverhältnisse reagieren.

»Vive la France!« Im letzten, heiteren Konzert der Saison (15. Juli, Parktheater) hört man ausschließlich französische Klänge. Artist in Residence Alexander Schimpf spielt Chopin, Harfenvirtuose Andreas Mildner spielt Debussy, das Orchester rundet ab mit Roussel und Françaix.

Das sind sechs schöne Konzerte – es lohnt sich der Abo-Preis!

www.kammerphilharmonie.de

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