Blick aus der Region

Theater Augsburg
8. Februar 2016 - 8:53 | Felicitas Neumann

Der Bürgerbeteiligungsprozess »Zukunft der Theaterlandschaft« hat im Januar wieder Fahrt aufgenommen. Erstmals fand ein Workshop in Friedberg statt.

Im November war der Bürgerbeteiligungsprozess, moderiert von Bastian Lange, Tina Gadow und Patrick S. Föhl, mit einer Auftaktveranstaltung in der Brechtbühne und Workshops angelaufen. Am 22. Januar fand nun die erste Veranstaltung außerhalb der Augsburger Stadtgrenzen statt, in welcher ausgewählte Teilnehmer ihre Erwartungen, Anregungen oder auch Meinungen äußern konnten. Das Besondere an diesem Workshop war, dass er in Friedberg abgehalten wurde und ausschließlich Friedberger Bürger unterschiedlichen Alters und Gesellschaftsgruppen teilnahmen, denn auch das Umland soll bei der Sanierung miteinbezogen werden. Laut Bastian Lange ist die Kooperation des Augsburger Theaters nicht nur mit anderen Orten und Städten, sondern auch mit kleineren Kulturgruppen vorgesehen.

Beide Punkte wurden sehr kritisch von den Teilnehmern betrachtet. Zwar geht es um die Augsburger Theaterlandschaft, also nicht allein um das Stadttheater, doch bei jedem liegen die Wertschätzungen woanders und wenn die kleinen, freien Theatergruppen außen vor gelassen werden, dann haben diese keine Zukunft. Das Theater Augsburg wird von vielen als geschlossener elitärer Kreis wahrgenommen. Das löst Besorgnis und Zweifel am Gelingen des geplanten Projekts aus. Nichtsdestotrotz stößt man auf eine allgemeine sehr positive Einstellung.

Die Workshopteilnehmer waren mit großem Interesse und aktiver Mitarbeit dabei. Es gab viele gute Ideen, wie das Vorhaben umgesetzt werden kann. Um die Theaterlandschaft bei einem möglichst breitem Publikum präsent zu machen, wurde unter anderem der Vorschlag eines Theatershuttles gemacht, welcher in einer »langen Nacht der Bühnen« die verschiedenen Theaterorte abfährt und die Besucher bei jedem Stopp mit einer Aufführung überrascht. Auch der Einfall einer neuen Eintrittskartenregelung, beispielsweise in Form von 10er-Karten, bei welchen jede elfte eine eintrittsfreie Karte zu einem Stück seiner Wahl sein könnte, wurde von allen willkommen geheißen: Eine Anregung mal etwas neues auszuprobieren und in eine andere Sparte zu schnuppern.

Die Frage nach den Ausweichmöglichkeiten, wenn das Theater während der Sanierung nicht mehr benutzt werden kann, könnte durch einen intensiveren Städteaustausch beantwortet werden. Eine Tournee durch mehrere Städte würde das Platzproblem verringern. Was aber nun tatsächlich bei dem Projekt herauskommen wird, das werden wir bald beobachten können.

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