Feine Experimente!

15. Juli 2017 - 8:10 | Gast

Das erste re:flexions sound-art festival steigt am 22. Juli. Ein Gastbeitrag von Sascha Stadlmeier

Wer klassische oder Popmusik hört, neigt ja oft zu Panik, wenn er den Ausdruck »experimentelle Musik« hört. Die Befürchtung: schwer verkopft und dissonant, kurz gesagt: nichts als Krach. Aber das wurde in der Popmusik noch jeder relevanten Bewegung von Beat über Punk bis Hip-Hop und Techno von irgendwem nachgesagt. Diejenigen, die es selber überprüft haben, wissen: kein Krach, sondern cool. Das erste re:flexions sound-art fes­tival, das am 22. Juli ab 19 Uhr im K15 in der Kanalstraße 15 stattfindet, widmet sich als erstes Festival in Augsburg nur dem experimentellen Klang. Für Fans von Markus Mehr oder den Musik-Acts auf dem lab30 ist es sowieso ein Pflicht­termin. Für alle anderen ist das Festival eine einzigartige Gelegenheit, in elf kurzen, jeweils 20-minütigen Konzerten einen Einblick in die Vielfalt der experimentellen Musik zu bekommen.

Durch die jahrelange Vernetzungsarbeit von attenuation circuit ist Augsburg ein fester Punkt auf der Landkarte des globalen Experimental Underground. An diesem Abend wird das von Künstlern aus Russland, Holland, den USA, Österreich, aber auch Locals wie Zwang-Eriksson/Kiesewetter/Stadlmeier und Jesus Jackson und die grenzlandreiter live demonstriert. Diese Namen zeigen, dass man vom Jazz ebenso wie vom Pop einen Weg ins Experiment finden kann. Manchmal ist das in der Tat auf großartige Weise krachig – wie man es auch von Rock erwarten würde –, mal im Techno-Sinne abstrakt-minimalistisch, mal psychedelisch. Bewusstseinserweiternd eben.

Sascha Stadlmeier widmet sich der experimentellen Musik seit 2010 mit dem Label attenuation circuit und seit 2014 mit der Veranstaltungsreihe re:flexions. Unter seinem Künstlernamen EMERGE hat er weltweit zahlreiche Alben veröffentlicht und tourt regelmäßig durch ganz Europa.

www.attenuationcircuit.de

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