Franz und Fritz

9. November 2017 - 7:08 | Jürgen Kannler

»Du weißt nicht, was dich erwartet, aber es wird nicht ganz blöd sein!« Das »Benno-Ohnesorg-Theater« am Theater Augsburg.

Mit diesem Kalenderspruch wirbt das Theater Augsburg für ein neues Unterhaltungsformat, das unter dem Label »Benno-Ohnesorg-Theater« mit Beginn dieser Spielzeit im Tonnengewölbe des Hoffmannkellers monatlich aufblitzen wird.

Name und Konzept der Show fanden über Stationen in Berlin und München im Laufe der Jahre nach Augsburg, dem Lebensmittelpunkt von Franz Dobler und Sehnsuchtsort von Friedrich Fritz Ani. Die beiden Autoren, nein sie schreiben nicht nur Krimis, aber ja, sie leben zum guten Teil davon, ließen sich vom neuen Stadttheaterintendanten André Bücker überzeugen, den Job ab sofort jeden zweiten Dienstag im Monat zu machen.

Aus Dankbarkeit wurde der Hausherr gleich als Gast zum ersten Abend in das Benno-Ohnesorg-Theater verpflichtet. Mit dabei in dieser Nacht waren Simone Buchholz aus St. Pauli mit ihrer frei erfundenen Kriminalgeschichte »Beton Rouge« und das Trio Mrs. Zwirbl mit autonomer Wirtshausmusik aus Giesing. Und so wurde es eine vergnügliche, lange Dienstagnacht mit diesem neuen Format, zwischen Lese-, Musik- und Sprechbühne.

Auch wenn Vergleiche nicht immer ganz einfach sind und selten wirklich passen, in ihren besten Augenblicken waren Ani und Dobler an diesem Abend recht nah an Dirk Stermann und Christoph Grissemann dran, und das will was heißen. Außerdem animierten sie die Besucher ausdrücklich, sich auch außerhalb der Pause an der Bar mit dem Nötigsten zu versorgen. Und auch das will was heißen.

Die zweite Auflage des Benno-Ohnesorg-Theaters ist am 14. November zu sehen, wieder ab 20:30 Uhr, wieder im Hoffmannkeller des Theaters Augsburg. Zum Programm des Tages verrät die Pressestelle: »Die Autoren und ›bayerischen Bastarde‹ Ani und Dobler mit neuen und anderen Texten und Kommentaren. Als Gast auf der Lesebühne diesmal dabei: Die Journalistin Lillian Ikulumet, die aus Uganda flüchten musste und heute in der Kolumne ›Neue Heimat‹ für die Süddeutsche Zeitung schreibt. Und Angela Aux alias Florian Kreier (macht sowohl Solo als auch bei Aloa Input oder mit LeRoy Musik und präsentiert Songs und Gedichte). Das alles mit politischer Nachdenklichkeit und familienfreundlichem Humor!«

www.theater-augsburg.de

Weitere Positionen

23. April 2018 - 11:18 | Renate Baumiller-Guggenberger

Premiere des dreiteiligen Ballettabends »Dimensions of Dance. Part 1« im Martini-Park mit Choreografien von Young Soon Hue, Ricardo Fernando und Mauro Bigonzetti.

20. April 2018 - 12:52 | Jürgen Kannler

Der Ministerpräsident kündigt an, das Theater Augsburg könnte unter staatliche Führung gestellt werden. Ein Kommentar von Jürgen Kannler

19. April 2018 - 9:54 | Iacov Grinberg

Ausstellung des Berufsverbandes Bildender Künstler, »Urbane Landschaft«, im Abraxas

franziska_huenig_cmyyk_kunstverein_augsburg_2018_foto_bettina_kohlen.
17. April 2018 - 17:29 | Bettina Kohlen

Die Möglichkeiten in der Region aktuelle Kunst zu sehen, sind vielfältig. Manches läuft nur kurz, anderes (zu) lang, und natürlich ist nicht alles großartig … Doch diese drei Ausstellungen sollte man nicht versäumen.

13. April 2018 - 16:51 | Gast

In der Sonderausstellung »Brot. Nahrung mit Kultur« im Museum KulturLand Ries dreht sich alles um das sättigende Grundnahrungsmittel.

11. April 2018 - 9:08 | Thomas Ferstl

Projektor, die a3kultur-Filmkolumne im April

11. April 2018 - 0:09 | Iacov Grinberg

Ein Besuch der Augsburger Frühjahrsausstellung »afa«, die noch bis 15. April besucht werden kann.

5. April 2018 - 10:21 | Dieter Ferdinand

»Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung?«: die Tora-Krone im Porträt

3. April 2018 - 10:24 | Renate Baumiller-Guggenberger

Premiere der Romanadaption »Das Ungeheuer« von Terézia Mora in der alten Orchesterprobebühne des Theaters Augsburg

la_forza_del_destino_theater augsburg 2018_foto_jan-pieter_fuhr_0539.jpg
26. März 2018 - 16:25 | Bettina Kohlen

Intendant André Bücker hat Giuseppe Verdis »La forza del destino« für die Bühne im Martini-Park inszeniert.