Kreativität mal anders

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15. November 2016 - 7:29 | Janina Kölbl

Kreative erzählen von Intuition, Inspiration, Flops und Erfolg.

Überall wimmelt es nur so von Erfolgsratgebern, doch das Buch »my inspiration« vom Augsburger Journalist und Verleger Thomas Hammerl eröffnet einen gänzlich neuen Blick auf das Thema Kreativität und die eigentliche Basis hierfür, nämlich die Inspiration. So kann hier die Kreativität auf den Prüfstand gebracht werden, indem sie von bekannten Schaffenden näher analysiert wird. Das heißt, dass uns Künstler aus unterschiedlichsten Branchen – hier ist vom Musikregisseur über den Architekten bis hin zum Duftentwickler nahezu alles vertreten – einen Einblick in ihr eigenes, ganz persönliches »Erfolgsrezept« gewähren.

Erwähnenswert wäre beispielsweise der Ratschlag des »Digital Artist« und »Game of Thrones«-Weltenerschaffer Christian Zilliken, Kreativitätsblockaden nur durch Ablenkung von der eigentlichen Sache lösen zu können. Interessant ist auch der Ansatz von Hannes Leopoldseder, »Vice Chairman« des Linzer Festivals Ars electronica, der uns das magische »Achteck der Kreativität« vorstellt. Seiner Vorstellung nach basiert die Kreativität nämlich auf Komponenten wie die »große Idee«, die »richtige Zeit« oder die »eigene Überzeugungskraft«.

Auch geht es in dem 304 Seiten schweren Schmöker um das Thema Kritik, das nachvollziehbarerweise mit der eigenen Kreativität und deren Verwirklichung eng verwoben ist. So legt uns der französische »Haute-Coiffeur« Charlie le Mindu, der durch Perückenkreationen für Lady-Gaga-Videos bekannt geworden ist, ans Herz, Kritik immer konstruktiv anzunehmen, denn nur durch sie kann man sich in seinem eigenen Tun weiterentwickeln.

Interessant ist »my inspiration« vor allem für diejenigen, die es früher oder später zum Ziel haben, mit ihrer eigenen Kreativität Geld verdienen zu wollen. Trotzdem scheint hier das Thema der Inspiration oder auch der Intuition zu rational betrachtet zu werden. Denn letztlich basieren doch unsere genialsten Einfälle nicht auf rationalisierten Inspirationskonzepten. Hierfür ist doch vielmehr die Macht des bloßen Einfalls (und das kann auch durchaus gerne mal im Schlaf passieren) verantwortlich. 

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