Parité in den Parlamenten!

8. März 2018 - 16:43 | Susanne Thoma

Mit einer Plakataktion rund um den Internationalen Frauentag 2018 macht der Frauenbund Bayern darauf aufmerksam, dass im Landtag längst noch keine Geschlechterparität erreicht ist.

Vor Wahlen fordert der Katholische Deutsche Frauenbund KDFB seine Mitglieder regelmäßig dazu auf, politisch aktiv zu werden, etwa mit Kampagnen wie »Frauen! Macht Politik!« oder der diesjährigen Plakataktion »Frauen wählen Frauen!« Im Moment liegt der Frauenanteil im Maximilianeum bei mageren 28,3 Prozent. Das soll sich mit den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 ändern. Anders als beispielsweise bei der Bundestagswahl, muss bei den bayerischen Wahlen niemand eine Partei oder eine Wählergruppe im Paket annehmen. Vielmehr kann man die Stimme ganz gezielt den einzelnen Bewerberinnen und Bewerbern des Vertrauens geben. Person geht vor Partei, das macht den Wahlmodus sympathisch.

Vor 100 Jahren, im November 1918, wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht ausgerufen. Was ist seitdem erreicht? Parität? Gleiche Verteilung der Mandate in den Parlamenten für Männer und Frauen? Bei weitem nicht. Vieles bleibt deshalb noch zu tun. Der Meinung ist auch das Aktionsbündnis »Parité in den Parlamenten«, ein Zusammenschluss engagierter Menschen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Spektrums. Das 2014 gegründete Bündnis fordert eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in den Volksvertretungen. Alle Parteien sollen gesetzlich verpflichtet werden, ihre Kandidatenlisten paritätisch, also 50:50 mit Frauen und Männern zu besetzen. Es wurde sogar eine Verfassungsklage gegen die aktuellen Wahlgesetze beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof eingereicht.

Dass sich etwas ändern muss, dieser Meinung waren auch Aktivistinnen, die heute, am Internationalen Frauentag, vor einem Plakat des Frauenbundes zusammenkamen. Was Maria Tyroller, Stephanie Schuhknecht, Pia Härtinger und Regina Kordik zu sagen hatten, ist hier einem Podcast von »Radio Urbane Intervention« zu hören.

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