August-Kinokultur in unserer Region

Hier entnehmen Sie die tagesaktuellen Programme der Lichtspielhäuser in unserer Region:
Thalia  |  Liliom  |  Cinemaxx Augsburg  |  Cinestar Augsburg  |  Cineplex in Aichach  |  Cineplex Königsbrunn  |  Cineplex Meitingen  |  Filmcenter Dillingen

 

Kinostarts im August

DO 06.08. CINEMAXX, CINESTAR, CINEPLEX Ice Cream Man | Paw Patrol: The Dino Movie | You, Me & Italy | PROGRAMMKINOS AUGSBURG Hen 
DO 13.08. CINEMAXX, CINESTAR, PROGRAMMKINOS AUGSBURG Steckerlfischfiasko | CINEMAXX, CINESTAR The End of Oak Street
DO 27.08. CINEMAXX, CINESTAR One Night Only | CINEMAXX, PROGRAMMKINOS AUGSBURG Das Ende der Sterne, wie Big Hig sie kannte | CINEMAXX Mutiny
 

Freiluftkino–Empfehlungen im August

Vaiana, Samstag, 1. August, Bobingen flimmert
Der Teufel trägt Prada 2, Samstag, 1. August, Lechflimmern
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, Sonntag, 2. August, Bobingen flimmert
Chéri, ich komme!, Sonntag, 2. August, Lechflimmern
Dirty Dancing | Glennkill, Mittwoch, 5. August, Lechflimmern
22 Bahnen | H wie Habicht, Sonntag, 9. August, Lechflimmern
Steckerlfischfiasko mit Gästen, Donnerstag, 13. August, Lechflimmern
Steckerlfischfiasko, Donnerstag, 13. August - Sonntag, 16. August, Cineplex Aichach
Michael Freitag, 14. August, Königsbrunner Kinosommer
Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang, Sonntag, 16. August, Königsbrunner Kinosommer
BOFF Outdoor-Filmtour, Mittwoch, 19. August, Lechflimmern
Vaterland | Der Spaziergang nach Syrakus, Sonntag, 23. August, Lechflimmern
Same Sun – Mit dem Fahrrad durch Afrika, Donnerstag, 27. August, Lechflimmern

a3kultur FILMKOLUMNE »Projektor« August
Filme übers Kino
Bitteres Fest
Zum 49. Mal jährt sich heuer das Woodstock der Open-Air-Kinos: das Ballmertshofer Filmfest. Vom 31. Juli bis 2. August erwartet die Besucher*innen neben dem altbekannten Rahmenprogramm mit Yoga, Sport und Konzerten – unter anderem mit der Augsburger Newcomer-Band Proviantbach – auch ein Clownworkshop und eine Zaubershow. Im Hauptprogramm flimmern 13 Filme über die Leinwände des Festivals. Darunter Highlights wie »Amrum«, »Flow«, »Sentimental Value«, »Made in EU« oder »Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke«.
 
»CINEMA UTOPIA«

Und als wäre ein so liebevoll kuratiertes und organisiertes Event nicht Cineastenfreude genug, darf man sich auch auf einen Film über das Filmfestival freuen. Anlässlich des bevorstehenden 50. Jubiläums erzählt »CINEMA UTOPIA« die Geschichte des Filmfestivals von Ballmertshofen und verbindet sie mit den Biografien seiner Gründer*innen, den Geschwistern Heida, Udo, Gabi und Beate Legner. Ausgehend von dem kleinen schwäbischen Dorf mit rund 400 Einwohnerinnen entfaltet der Film ein Panorama von 70 Jahren deutscher und internationaler Zeitgeschichte – von der Mitte der 1950er Jahre bis in die Gegenwart. Filmemacher Walter Steffen reflektiert, wie politische Ideale, kulturelle Impulse und persönliche Biografien sich über Jahrzehnte gegenseitig beeinflussen. Er fragt, ob und wie sich diese humanistische Vision, die gelebte Utopie des Ballmertshofer Filmfestivals, in einer Welt zunehmender Polarisisierung und Krisen im Kleinen bewahren lässt und Menschen inspirieren kann. 

»Wir haben die Rohfassung vor zwei Wochen im Kino in Gauting gesehen und waren begeistert«, berichtet Mitgründer Udo Legner Anfang Juli per Mail. Wer nicht bis 2027 warten kann, hat bereits am 6. September die Gelegenheit, »CINEMA UTOPIA« gemeinsam mit der Filmfest-Crew bei seiner Premiere auf dem Fünf Seen Filmfestival in der Schlosshalle Starnberg zu sehen.

»BITTERES FEST«

Von einem Film über ein Filmfest zu einem Film übers Filmemachen: Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven verweben sich in »Bitteres Fest« (30. Juli, Programmkinos Augsburg) zu einem vielschichtigen Spiel zwischen Realität und Fiktion. Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa (Bárbara Lennie) stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben. In einer anderen Zeit in derselben Stadt arbeitet der erfolgreiche Autor und Regisseur Raúl Durán (Leonardo Sbaraglia), der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt. »Bitteres Fest« ist das Werk eines alternden Meisters, der mit der eigenen Vergänglichkeit und der Angst vor kreativer Bedeutungslosigkeit ringt. Für Ultras der mittlerweile 76-jährigen Regielegende Pedro Almodóvar sicherlich ein absolutes Muss und ein visuelles Fest – für Gelegenheitszuschauer*innen hingegen streckenweise ermüdend. Die fast zweistündige Selbstbespiegelung gerät phasenweise zur Geduldsprobe. Das ständige Hin- und Herspringen zwischen Realität, Fiktion und den beiden Alter Egos verliert im Mittelteil an erzählerischem Zug. Die intellektuelle Verschachtelung bremst die emotionale Tiefe aus. Visuell hingegen zieht Almodóvar alle Register seines Könnens. Der Kontrast zwischen den gewohnt farbenfrohen, penibel durchgestylten Interieurs Madrids und der kargen, schwarz-grauen Vulkanlandschaft Lanzarotes, auf die Elsa flüchtet, ist atemberaubend. Die Bilder besitzen eine melancholische Wucht, die den inneren Zustand der Figuren perfekt einfängt.

 

Steckerlfisch

Filmfigur des Monats: 
Steckerlfisch

So geht’s, damit es bei Ihnen kein Fiasko wie beim Eberhofer gibt: 

  • 350-400g Forelle oder Saibling p.P.
  • Vorbereitung: Fisch kalt und gründlich abwaschen, trocken tupfen. Haut auf beiden Seiten 3–4 Mal leicht schräg einschneiden.
  • Marinieren: Mit Öl/Butter, Salz Pfeffer einpinseln und 30min – 3std ziehen lassen
  • Aufspießen: Gewässerte Holzspieß durch das Maul flach entlang der Rückengräte bis zur Schwanzflosse schieben. Der Fisch muss fest auf dem Steckerl sitzen.
  • Grillen: Mit der Kopfseite nach unten schräg über der Glut gegrillt. Dadurch läuft das Fett beim Garen am Fisch entlang nach unten und hält das Fleisch wunderbar saftig. Fertig, wenn die haut schön rösch ist. Dazu Brezn, freilig.