Ausstellungen & Kunstprojekte

3 × 3

Bettina Kohlen
28. Januar 2021

Der kleine Schauraum für Gegenwartskunst mit dem großen Fenster, eine Kooperation von Galeristin Claudia Weil und Andreas Stucken, dem Betreiber der digitalen Galerie »Zweigstelle Berlin«, wird in den nächsten Monaten zum Spielort des Ausstellungsprojekts »Domestic Space« . Das drei Ausstellungssegmente umfassende Konzept wird von der Stiftung Kunstfonds im Rahmen des Rettungspakets »Neustart Kultur« der Bundesregierung gefördert.

Die aufeinander folgenden Ausstellungen widmen sich jeweils einer künstlerischen Gattung, wobei jeweils eine Arbeit speziell für diesen Raum geschaffen wurde. Bis Anfang März werden Fotografien von Anja Behrens, Karen Irmer und Kirk Sora gezeigt, Malerei von Carolin Leyck, Marcus Lichtmannegger und Angela Stauber schließt sich an. Im dritten Teil werden Skulpturen von Florian Lechner, Katrin Leitner und Jürgen Paas zu sehen sein.

Da der Schauraum über ein außergewöhnlich großes Schaufenster mit dem Außenraum verbunden ist, liegt es nahe, die Beziehung von innen und außen für das Konzept zu nutzen. Der Blick durchs Fenster ist jederzeit möglich, doch da derzeit kaum abzuschätzen ist, wann und wie ein realer Galeriebesuch möglich ist, wird es auch eine Online-Präsentation der Kunst geben. Digitale Wege werden aber auch bei den Kunstwerken beschritten, indem innovative Technik beispielsweise für interaktive Projektionen oder 3D-Druck genutzt wird. Für die erste der Schauen entwickelte die in Augsburg lebende Künstlerin Karen Irmer ein Konzept, in dessen Zentrum eine Videoarbeit steht, die die*den Betrachter*in mittels einer VR-Brille an einen nebelverhangenen Berg versetzt. Die digitale Welt wird durch eine Fotografie im Galerieraum und einen QR-Code, der zu weiteren Bewegtbildern führt, ergänzt.

Diese raumgreifende Installation wird von Fotografien der in Hamburg lebenden Mixed-Media-Künstlerin Anja Behrens flankiert. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine subtile Uneindeutigkeit aus, mit der sie sich Strukturen im Großen wie im Kleinen nähert.

Der dritte Künstler dieser Ausstellung ist Kirk Sora, der an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studierte und Meisterschüler von Hans Peter Adamski war. Für Sora, der in Wismar lebt und arbeitet, spielt das Sonnenlicht in seinen ausschließlich quadratischen Fotoarbeiten nicht nur als Bildgeber, sondern auch als Träger von Information eine wesentliche Rolle.

Domestic Space: Fotografie (31. Januar bis 6. März) | Malerei (14. März bis 17. April) | Skulptur (25. April bis 29. Mai)
Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa 14–18 Uhr und nach Vereinbarung (soweit die Coronalage es zulässt)
Online auf: www.zweigstelle-berlin.de

a3kultur ist Medienpartner des Projekts »Domestic Space«.

www.augsburg-contemporary.de

Abbildung oben: Karen Irmer – Visual Koan, Werkgruppe: Zustand der Veränderung, 360-Grad-Video geloopt

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