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Augsburg, wie es (nie) war

a3kultur-Redaktion

Das Stadtarchiv Augsburg stellte sein Veranstaltungsprogramm für dieses Jahr vor. Hier ein paar Highlights aus dem abwechslungsreichen Angebot: 

Augsburg, wie es nie gebaut wurde

Die Ulrichskirche mit zwei Türmen, eine Hafencity am Oblatterwall, der Zentralfriedhof in der Wolfzahnau oder das gigantische Gauforum zwischen Königsplatz und Bahnhof ... – Augsburg würde heute ganz anders aussehen, wenn all diese Bauprojekte verwirklicht worden wären. Bei einem Rundgang durch das Stadtarchiv und einem Blick in die historischen Quellen erfahren die Teilnehmer*innen mehr über diese nicht realisierten Visionen früherer Epochen. Wann? Am Montag, 5. Februar ab 18:30 Uhr.

 

Die Stadt ein Feuermeer

Eine neue Ausstellung im Unteren Fletz des Augsburger Rathauses beschäftigt sich mit Augsburg im Luftkrieg von 1942 bis 1944. Die gezeigten Fotografien dokumentieren mit eindrucksvollem Quellenmaterial die Ursachen und Folgen der Bombardierung Augsburgs im Zweiten Weltkrieg, den Kriegsalltag in den Trümmern und die Zeit des Wiederaufbaus. Die Ausstellung kann ab Montag, 19. Februar bis 11. März besucht werden.

 

Im April wird es royal

Kaiser, Könige, Fürsten und Päpste – alles, was Rang und Namen hatte, fand sich in früheren Zeiten in Augs­burg ein. Hier wurden Herrscher gewählt und gekrönt, Weltpolitik verhandelt und prunkvolle Feste gefeiert. Der Rundgang mit dem Titel »Royales Augsburg«, der am 8. April angeboten wird, führt durch die Magazine und gewährt Einblick in ausgewählte Quellen. Dabei erfahren die Besucher*innen, wie die Stadt der High Society früher den gebührenden Empfang bereitete.

 

Eine Osmanin in Augsburg

Sie war Kriegsbeute, Mätresse und Reichsgräfin: Maria Anna Fatme zu Castell-Remlingen. Bei der Eroberung von Ofen im Jahr 1686 erbeuteten die Sieger im Tross der Osmanen auch zahlreiche Frauen. Darunter befand sich ein Mädchen namens Fatme, die Hofkriegsratspräsident von Baden christlich erziehen ließ und an seinen Neffen übergab. Über diesen lernte sie 1703 den kaiserlichen Generalfeldmarschall Friedrich Magnus Graf zu Castell-Remlingen kennen, mit dem sie als Mätresse einige Jahre in Augsburg lebte und schließlich seine Ehefrau wurde. Der Vortrag am 12. Juni widmet sich ihrem Leben.

www.stadtarchiv.augsburg.de
 

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