Brecht-on-Demand

24.02.2021 - 09:44 | a3redaktion

Das Brechtfestival feiert Premiere im Netz: Vom 26. Februar bis 7. März präsentiert das Event unter dem Titel #digitalbrecht einen Genre-Mix aus Performance, Lyrik, Musik, Film, Literatur, Hörspiel und Kino.

Die rund 25 eigens für das Festival erarbeiteten Produktionen sind in Augsburg, München und Berlin, in einem kleinen Ort in Brandenburg und in der ukrainischen Hauptstadt Kiew entstanden. Ein programmatischer Fokus liegt auf Frauen, die mit Brecht im Kollektiv gearbeitet haben – Helene Weigel, Elisabeth Hauptmann, Margarete Steffin und Ruth Berlau sowie weitere Persönlichkeiten, die in Beziehung zu Brecht und seinem Werk stehen, wie Carola Neher, Marieluise Fleißer, Simone Weil und Inge Müller.

Festivalbeiträge kommen etwa von Corinna Harfouch, Charly Hübner, Lina Beckmann, Winnie Böwe, Stefanie Reinsperger, Hanna Hilsdorf, Suse Wächter, Frank Wolff und Sophie Rois. Das Staatstheater Augsburg ist Kooperationspartner und präsentiert unter der Regie der Brechtfestivalleiter Jürgen Kuttner und Tom Kühnel Heiner Müllers »Medeamaterial«. Weitere »local heroes« im Programm sind unter anderem die Augsburger Ensembles theter und Bluespots Productions. Musik kommt von Bernadette La Hengst & Banda Internationale, Charlotte Brandi, Dakh Daughters und weiteren Acts.

So funktioniert #digitalbrecht

Die Online-Edition präsentiert sich im Netz als Mischung aus Brecht-TV und Brecht-Mediathek. Auf www.brechtfestival.de sind jeden Abend bis zu vier Premieren zu erleben. Live-Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern geben Einblicke in das Making-of der Produktionen. Via Chat können die User selbst Teil des Live-Streams werden oder sich nach dem Programm im virtuellen Foyer treffen. Wer sich die tagesaktuellen Festivalbeiträge lieber in freier Reihenfolge ansehen will, hat dazu nach der Erstausstrahlung am jeweiligen Abend bis Mitternacht Gelegenheit. Alle Premieren im Live-Stream werden einmal im Festival wiederholt. Am zweiten Festivalwochenende stehen alle Produktionen unkommentiert in der Mediathek. Dann schlägt die Stunde all derjenigen, die bereits Gesehenes noch einmal sehen oder einen persönlichen Brechtfestival-Marathon gestalten wollen.

Neben der Mediathek bietet das frei zugängliche Brechtfestival-Arbeitsjournal eine Fülle an Themen rund um Brecht, das Festival und seine Künstlerinnen und Künstler. Dazu gibt es kostenlose Audio-Streams mit Hörspielen. Um das Festival mitzuerleben, werden drei Dinge benötigt: ein Computer (wahlweise ein Smartphone, Tablet oder ein anderes streamingfähiges Gerät), eine stabile Internetverbindung und ein virtueller Festivalpass (12 Euro). Der Pass besteht aus einem personalisierten Code, der, einmal gelöst, Zugang zu allen Live-Streams und zur Mediathek bietet.

Der komplette und detaillierte Timetable unter:
www.brechtfestival.de/programm/

Foto (© Brechtfestival): Charly Hübner ist gemeinsam mit Lina Beckmann im Hörfilm »HelliBert & PandeMia« zu sehen.

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