»Clubkultur durchzieht die Stadt«

05.12.2020 - 07:56 | a3redaktion

Was ist der »Wert« von Musik und welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Musikwirtschaft? Die Antwort darauf soll eine Studie geben, die von der Stadt Augsburg gemeinsam mit anderen Städten in Auftrag gegeben wurde.

Das Untersuchung, unter anderem in Kooperation mit Hamburg, Hannover, Köln, Stuttgart, Bremen und München, erfolgt im Rahmen eines geförderten Projektes der Initiative Musik der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Jürgen Enninger (Foto © Marko Petz), Referent für Kultur, Welterbe und Sport, hat die Studie als Leiter des Kompetenzteams Kreativwirtschaft in München betreut und mit nach Augsburg gebracht: »Die Club- und Kulturkommission hat einen solche Studie schon lange zurecht gefordert. Denn Clubkultur ist Partnerin auf Augenhöhe für das kulturelle Selbstverständnis Augsburgs. Es gilt nun, diese Bedeutung auszuleuchten und auf Basis dieser Erkenntnisse weiterzuentwickeln.«

Daten zu Teilbereichen der Musikwirtschaft

Ziel der Studie ist es, Daten zu Umsatzzahlen, zur Bruttowertschöpfung und zu den Beschäftigtenzahlen der einzelnen Teilbereiche der Musikwirtschaft zu gewinnen. Darüber hinaus sollen auch direkte und induzierte Auswirkungen von Musik und neben den ökonomischen Daten auch der kulturelle und soziale Wert von Musik ermittelt werden.

Die Studie soll außerdem lokale Phänomene beleuchten, in Augsburg zum Beispiel die mit dem städtischen Popkulturpreis »Roy« ausgezeichnete Veranstaltungsreihe »KaraUke«. Hierbei werden bei organisierten Karaoke-Abenden mit Ukulelen Grundlagen im Musikunterricht vermittelt. An wechselnden Orten treffen sowohl soziale als auch ökonomische Faktoren zusammen. Die Ergebnisse sollen die Schnittstellen zwischen Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung sowie Handlungsfelder für Politik und Verwaltung aufzeigen.

Zu den Gründen, warum sich Augsburg an der Studie beteiligt, erklärt Kulturreferent Enninger: »Clubkultur durchzieht die Stadt. Sie aktiviert die Stadtbevölkerung und ist Baustein für die Entwicklung sozialer Verantwortung. Hier wird miteinander gelernt und Lust auf kulturelle Vielfalt geweckt. Dies wollen wir engagiert weiterentwickeln und durch die Studie besser beschreiben.«

Auch die Auswirkungen der Corona-Krise sind Teil der Studie: Durch eine Umfrage werden Verluste durch die Covid-19-Pandemie und Umsatzerwartungen der Branche für das nächste Jahr abgefragt sowie Hilfsmaßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen bewertet und analysiert. Diese Erhebung ist bereits gestartet; über den Link bit.ly/umfrage-auswirkungen-covid-19 können Unternehmen, Selbstständige und Freischaffende aus dem Musikbereich daran teilnehmen.

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