Freiheit ist ...

22.07.2019 - 11:41 | a3redaktion

»Freiheit« lautet das Motto des Programms zum Hohen Friedensfest 2019, das am 24. Juli mit einer Rede von Bundespräsident a. D. Joachim Gauck startet.

»Freiheit« – ein Begriff, der sowohl Philosoph*innen als auch die Politik seit jeher beschäftigt, eine Idee, um die gestritten und gerungen wird, die missbraucht werden kann und die von ganz grundsätzlicher Bedeutung für jeden einzelnen Menschen ist. Das diesjährige Programm zum Hohen Friedensfest nähert sich vom 24. Juli bis 8. August dem Themenkomplex mit künstlerischen Auseinandersetzungen, Konzerten, Diskussionen und Vorträgen an. Ein Angebot also, sich intensiv mit der eigenen, aber auch mit der Freiheit der Anderen zu befassen.  a3kultur gibt einen kleinen Einblick in das umfangreiche Programm.

Eröffnung: Freiheit und Verantwortung
24. Juli, 19:30 Uhr, Goldener Saal
»Freiheit der Erwachsenen hat einen Namen: Sie heißt Verantwortung«, betont Bundespräsident a. D. Joachim Gauck. Zur Eröffnung des Friedenfestprogramms wird er seine These in einem Kurzvortrag erläutern. Die Herausforderungen und Verpflichtungen in Bezug auf Freiheit und Verantwortung wird er anschließend mit jungen Augsburger*innen diskutieren. Die Moderation übernimmt Sammy Khamis (BR). Musik steuert die Sängerin Hanna Sikasa bei.

Treffpunkt: Taubenschlag im Friedensfest
21. Juli bis 8. August, Moritzplatz
Mittlerweile gehört der Taubenschlag fest zum Programm des Friedensfests. Zum vierten Mal belebt das interaktive Festival einen öffentlichen Platz – 2019 zum 1000-jährigen Gründungsjubiläum der Moritzkirche den Moritzplatz. Das kostenfreie Programm umfasst Diskussionen, Workshops, Vorträge, Konzerte und lässt Raum für neue Ideen zum Thema »Freiheit«. Alle Details und Termine online unter: www.taubenschlag.stadtraumev.de

Weltmusik: Festival der Kulturen 26. und 27. Juli
Annahof, Stadtmarkt, City Club
Das zweitägige, kostenlose Open-Air-Festival bildet nicht nur zeitgenössische Entwicklungen der Weltmusik ab – das von Girisha Fernando kuratierte Event setzt auch auf exklusive Eigenproduktionen. So tritt heuer die polnische Neo-Folk-Ausnahmekünstlerin Karolina Cicha zusammen mit dem Streicherensemble der Augsburger Philharmoniker auf. Außerdem im Line-up vertreten: Sofiane Saidi & Mazalda (Algerien/Frankreich), B.C.U.C. (Südafrika), Red Baraat (USA/Indien), Hakan Vreskala (Türkei /Berlin) feat. Oriental Inspiration (Augsburg) uvm.

Gespräch: »… denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit«
28. Juli, 20 Uhr, tim
Kunstfreiheit ist ein Thema, über das immer wieder heftig diskutiert wird. »How far can too far go?« Darüber sprechen Cesy Leonard (Chefin des Planungsstabs des Zentrums für Politische Schönheit), Sophia Süßmilch (Künstlerin), Tanasgol Sabbagh (Autorin) und Karl B. Murr (Direktor tim). Moderiert wird die Runde von Achim Bogdahn (BR). Anschließend inszeniert das Ensemble Mehr Musik! unter der Leitung von Iris Lichtinger Terry Rileys Meisterwerk »In C« – ein Stück, das wie kaum ein anderes für die Gestaltungsfreiheit jener Musiker*innen steht, die es gerade interpretieren.

BauKulturCamp: Gemeinsam Platz machen!
1. bis 4. August, Helmut-Haller-Platz
Im Rahmen einer »öffentlichen Baustelle« wird mit jungen Stadtmacher*innen der Helmut-Haller-Platz gestaltet und inszeniert. Schulabsolvent*innen, junge Handwerker*innen, Studierende und Schüler*innen schaffen unter Leitung von »bauwärts« den räumlichen Rahmen für die Friedenstafel – Bühne, Bar, Sitzgelegenheiten, Sonnenschutz, Sport und Spiel. Dabei werden die Platznutzer*innen zur Mitwirkung eingeladen. Das stadträumliche und soziale Experiment stellt gemeinsames Tun, Bauen, Kochen und Essen in den Mittelpunkt.

Urban-Art-Projekt: UnSound
28. Juli bis 8. August, diverse Orte im Stadtgebiet
Wie sieht eigentlich der Klang des Stadtmarktes aus? Oder das Läuten der Glocke des Doms? Mit seinem Projekt »UnSound« widmet sich Reinhard Gupfinger der 3D-Darstellung von Klängen aus dem öffentlichen Raum. Der Linzer Medienkünstler fängt in seinen Tonaufnahmen die Charakteristik der Stadt und ihrer Menschen ein, verwandelt Klänge in 3D-Kunstobjekte und bringt diese wieder in den öffentlichen Raum zurück. Wie funktioniert das? Mit Hilfe einer selbst entwickelten Apparatur und Prozessen transformiert Gupfinger die Aufnahmen zu fliesenartigen Skulpturen – sogenannten Sound Tiles. Als urbane Intervention installiert er diese anschließend dort, wo er die Audioaufnahme gemacht hat. Die Sound-Tiles-Interventionen bilden Klangskulpturen und Momentaufnahmen, die aufmerksam auf Klänge machen, die die Menschen in der Stadt umgeben. Ein Artist-in-Residence-Projekt in der Reihe »Welcome in der Friedensstadt« von Hoher Weg e.V.

www.friedensstadt-augsburg.de

Abbildung: Freiheit ist ...? Im Rahmen des Projekts »Peace Out!« des Stadtjugendrings Augsburg haben sich Jugendliche im Jugendzentrum r33 in Kriegshaber die Frage »Was ist Freiheit für mich?« gestellt. Judith Erdle hat sie mit den Antworten fotografiert.

 

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