Gersthofer Kunstpreis für »Offenes System«

14.07.2020 - 11:57 | Martin Schmidt

Wolfgang Schenk ist Kunstpreisträger 2020 der Stadt Gersthofen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Kunstpreises fand, pandemiebedingt, die Verleihung unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Ballonmuseum statt. Gewinnerin des Publikumspreises wurde Barbara Mechler.

Trotz Corona hatten sich 2020 immerhin 110 Künstler aus dem Umland für die 36. Ausgabe des Kunstpreises beworben. Aus ihnen wurden 43 Künstler von der Jury um Dr. Christof Trepesch (Leitender Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg) für die flankierende Ausstellung ausgewählt. Darunter befanden sich auch die beiden Preisträger.

Der Preisträger 2020 ist der 1961 in Augsburg geborene Künstler Wolfgang Schenk. Er lebt und arbeitet in Welden. Er erhält ein Preisgeld von 3.500 Euro. Schenk studierte von 1986 bis 1992 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. H. Sturm Bildhauerei und gewann diverse Preise und Stipendien. Darunter auch den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg im Jahr 2000 und den Kunstpreis des Landkreises Augsburg im Jahr 2013. Seine 2020 entstandene multimediale Installation »Ich werde dein Schweigen nicht überbewerten (offenes System)« überzeugte die fünfköpfige Jury durch die Stringenz ihrer Gestaltung, ihre handwerkliche Präzision und die thematische Aktualität. Schenk verwendet als Materialien Holz und rostiges Metall, Hocker aus hingegen klinisch blankem Aluminium. Eine Tonspur mit einer Frauenstimme verweist zudem auf die Verletzlichkeit unserer Welt.

Der Publikumspreis in Höhe von 300 Euro ging in diesem Jahr an die Malerin Barbara Mechler aus Amerdingen. Ihr Bild mit dem Titel »T.A. 1« bekam am 27. und 28. Juni die meisten Stimmen der Besucherinnen und Besucher der Ausstellung.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Ballonmuseums noch bis Sonntag, 19. Juli 2020, geöffnet. Beim Besuch der Ausstellung gelten die Hygienevorschriften des Ballonmuseums mit einem geführten Rundgang durch das Haus, einer allgemeinen Maskenpflicht und einer maximalen Anzahl von Besuchern zur gleichen Zeit. Es kann deswegen zu Wartezeiten kommen.

Foto: Uwe Wagner.

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