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Von Gott sprechen nach Auschwitz

a3kultur-Redaktion

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages lädt das Akademische Forum der Diözese Augsburg zu einem Themenabend ins Haus St. Ulrich ein.

Am 27. Januar findet auch dieses Jahr wieder der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt. 

Christen stellen sich oft die Frage: Wo war Gott in Auschwitz? Im Versuch, das Geschehen von Auschwitz verstehen zu wollen, liegt eine unglaubliche »Obszönität« – eine Übergriffigkeit dem erlittenen Leid der Opfer gegenüber. So beschreibt es der französische Regisseur des preisgekrönten Holocaust-Dokumentarfilms Shoah (1985) Claude Lanzmann, so benennt es aber auch der Schriftsteller und Publizist Elie Wiesel.

Auf der anderen Seite sind Denkverbote zu oft ein Billigtarif für ein gutes Gewissen, wie die österreichisch-amerikanische Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Ruth Klüger meint – selbst eine Überlebende des Holocausts.

Gerade für die Frage nach Gott stellt Auschwitz eine unverzichtbare Herausforderung für das theologische Denken dar – und doch sollte der erste Schritt das Hören sein, das Hören auf die Ansätze jüdischer Denker*innen und Theolog*innen in der Auseinandersetzung mit der Vernichtung. Ihre Gedanken bieten zahlreiche, wenn auch nicht einfache, Anregungen für die Auseinandersetzung mit dem christlichen Gottesbild.

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages lädt das Akademische Forum der Diözese Augsburg am Montag, 22. Januar von 19 bis 21 Uhr zu einem Themenabend unter dem Titel »Gottesfinsternis« mit einem Vortrag von Dr. Andreas Matena (Universität Augsburg) ins Haus St. Ulrich am Kappelberg 1 in Augsburg ein. Der Eintritt beträgt 6 Euro ( Schüler*innen und Studierende frei)

www.bistum-augsburg.de
 

 

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