Klassik

Mozart und Europa

Sarvara Urunova
1. Oktober 2021

Das diesjährige Augsburger Mozartfest, das vom 15. bis zum 29. Oktober stattfindet, beschäftigt sich mit den kulturellen Einflüssen von Mozarts Schaffen in ganz Europa.

Das Schaffen von Wolfgang Amadeus Mozart ist grenzübergreifend, seine Werke gehören zum Weltkulturerbe, sein Einfluss auf die gesamte europäische Kultur ist unbestritten. Diese Einflüsse werden bei dem diesjährigen Mozartfest in Augsburg thematisiert und bedacht.

Dafür wurden renommierte Künstler*innen aus vielen europäischen Ländern nach Augsburg eingeladen und ein großartiges Programm zusammengestellt.

Eröffnet wird das Mozartfest 2021 am Freitag, 15. Oktober mit dem international gefeierten tschechischen Orchester Collegium 1704 und seinem Leiter Vaclav Luks. Zusammen mit der norwegischen Sopranistin Mari Eriksmoen wird in das Prager Universum von Mozart eingetaucht. In Prag fühlte sich Mozart sehr glücklich. Dort fand auch die Uraufführung seiner Oper »Don Giovanni« statt, deren Ausschnitte bei dem Konzert zu hören sein werden. Neben Mozarts vorletzter Sinfonie werden an dem Abend auch die Werke seines Prager Freundes Josef Mysliveček erklingen. Der tschechische Komponist beeinflusste Mozarts musikalischen Reifprozess jener Zeit wesentlich. In der berühmten Arie »Bella mia famma«, die ebenso auf dem Programm der Eröffnungsgala steht, findet man die Einflüsse Myslivečeks Musiksprache wieder. 

Das niederländisch-lettische Trio mit Harriet Krijgh (Foto), Baiba und Lauma Skride vereint in seinem Programm »White Russian« das Beste aus Ost und West (16.10.). Den französischen Prunk und Charme präsentiert Alexandre Tharaud am Klavier (17.10.). Auch Italien wird mit dem Orchester der Bayerischen Kammerphilharmonie und der Sopranistin Roberta Mameli nicht fehlen (22.10.).

Die britischen Akzente setzen Ian Bostrige und das Oberon Trio am Sonntag, 24. Oktober. Mit Ian Bostridge präsentiert einer der größten Liedinterpreten unserer Zeit eine Auswahl von J. Haydns und L. v. Beethovens schottischen, irischen und walisischen Volksliedbearbeitungen in seiner Muttersprache, die zu den kostbarsten und gleichzeitig unbekanntesten Kleinoden der beiden großen Komponisten gehören.

Das Heimat- und Familiengefühl verbreiten Maximilian Hornung, Sabine Christiansen und Nils Mönkenmeyer (26.10.), sowie das Armida Quartett (27.10.) und das Hagen Quartett (25.10.).

Abgerundet wird das Programm mit der Weltelite: das Barockorchester der Akademie für Alte Musik Berlin spielt die Brandenburgischen Konzerte von J.S. Bach am Freitag, 29. Oktober im Parktheater Göggingen. Kaum ein Werk der Musikgeschichte konnte den Kultstatus erreichen, wie die Bachs Konzerte. Virtuos und vielseitig klingt Bach von damals, wie Mozart von später. Alle sechs Konzerte stehen auf dem Programm und sorgen für Glanz und Lebendigkeit am letzten Abend des Festivals.

Begleitet wird das Programm von einem Digitalprojekt, bei dem die Künstler in kurzen Filmen porträtiert werden.

www. mozartstadt.de

 

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