Münzen aus tausend Jahren

02.10.2020 - 10:48 | a3redaktion

Im Rahmen der Sonderausstellung »Mariengeprägt« wird im Diözesanmuseum St. Afra vom 2. Oktober bis 10. Januar eine umfangreiche Privatsammlung an Münzen mit Marienmotiven präsentiert.

Die Münzsammlung, die den Kern der Ausstellung bildet, stammt aus dem privaten Fundus eines Theologen aus dem Bistum Augsburg. Die ältesten Exponate kommen aus dem byzantinischen Kaiserreich und wurden im 10. Jahrhundert geprägt. Die über 500 Münzen umfassende Sammlung erstreckt sich damit über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren: Die jüngsten Exponate wurden unter Papst Johannes Paul II. in den späten 1990er-Jahren produziert.
 
Auch thematisch bietet die Ausstellung einen Einblick in die Vielfalt der Münzgeschichte. So waren es nicht nur katholische Territorien, die ihre Zahlungsmittel mit der Gottesmutter schmückten. Auch protestantische Gebiete wie etwa die Freie Reichsstadt Hamburg verzichteten nicht auf dieses Motiv. Neben Silber- und Goldmünzen in allen erdenklichen Größen gibt es darüber hinaus auch noch so manche Kuriosität zu bewundern, wie etwa ostpreußisches Notgeld und eine Nürnberger Straßenbahnmarke den 1920er-Jahren.
 
Die Ausstellung wird durch zahlreiche Mitmach-Stationen erweitert. Besucherinnen und Besucher können dabei spielerisch mehr über das Konzept »Geld« herausfinden und eine eigene Marienmünze prägen. Über den gesamten Zeitraum der Ausstellung hinweg veranstaltet das Diözesanmuseum Vorträge, Führungen und Angebote für Familien. Der erste Programmpunkt findet am Dienstag, 6. Oktober, um 19 Uhr im Museum statt. Ernst Stempfle vom Schwäbischen Münzclub sowie Prof. Dr. Gerda Riedl, Leiterin der Hauptabteilung VI: Grundsatzfragen im Bistum Augsburg, sprechen über die Ausstellung und das Bild der Gottesmutter in der Geschichte.
 
Aufgrund der aktuellen Situation bittet das Museum für alle Veranstaltungen um vorherige Anmeldung per Mail (museum.st.afra@bistum-augsburg.de) oder telefonisch unter 0821–3166-8831. Zur Sonderausstellung gibt es einen reich bebilderten Katalog, der die Ausstellung wissenschaftlich beschreibt.

www.museum-st-afra.de

Foto: Julian Schmidt

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