Podcast # 22 | Todsünden in Ev. Heilig Kreuz

27.08.2020 - 09:31 | Renate Baumiller-Guggenberger

Corona hat dem Konzert- und Opernbetrieb erheblich zugesetzt. Simone Kermes sieht Solidaritätsprobleme für freischaffende Künstler*innen. Renate Baumiller-Guggenberger spricht im Podcast mit der Berliner Starsopranistin über laufende Projekte und ihr letztes Album.

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Das Corona-Virus hat den Konzert- und Opernbetrieb weltweit zum Erliegen gebracht – mit schwerwiegenden Konsequenzen sowohl für die Veranstalter*innen als auch für die Künstlerinnen und Künstler. Die in Leipzig geborene Sängerin Simone Kermes lebt in Berlin. Weltweit gefeiert, ist die Sängerin neben ihren spektakulären Auftritten in extravaganten Outfits auch dafür bekannt, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt bzw. sich nicht aus gesellschaftspolitischen Diskursen und Debatten heraushält. »Tugenden und Todsünden, irgendwo dazwischen pendelt unser Leben«, schreibt sie im Booklet ihres neuen Albums »Inferno e Paradiso«. Mit diesem Programm gastiert sie am 27. September um 18 Uhr gemeinsam mit der Bayerischen Kammerphilharmonie in der Augsburger Kirche Ev. Heilig Kreuz.
 
Im Gespräch mit a3kultur-Autorin Renate Baumiller-Guggenberger berichtet sie von dem tiefen Loch, in das sie zu Beginn der Krise fiel, aber auch über die schwierigen Bedingungen eines Liederabends, mit dem sie Anfang August in Polen gastierte, in dem das »maskierte« Publikum es ihr sehr schwer machte, die benötigte Energie und die Gefühle über die Musik zu transportieren. Ganz entschieden plädiert sie dafür, freischaffende Künstler*innen nicht mit der Empfehlung abzuspeisen, Hartz IV zu beantragen. Mehr denn je ist Solidarität auf Seiten der Regierung, der fest angestellten Kulturakteure und des Klassikpublikums gefragt – »Wir dürfen nicht länger ignoriert werden!«. Wie schön, dass spannende Konzertprojekte in Berlin und anderswo geplant sind. Simone Kermes lüftet auch das Geheimnis ihrer spektakulären Konzert-Roben und verrät uns den Umgang mit zwei persönlichen »Lieblings-Sünden« …
 
© Foto: Sandra Ludewig

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