Podcast | Teil 20: Vielfältigere Redaktionen

30.07.2020 - 18:38 | Max Kretschmann

Diversity spiegelt sich noch viel zu wenig in deutschen Medienhäusern. Das soll eine Studie der Neuen Deutschen Medienmacher*innen zeigen. a3kultur Herausgeber Jürgen Kannler spricht im Podcast mit der Geschäftsführerin der Neuen Deutschen Medienmacher*innen Konstantina Vassiliou-Enz.

 

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Im Sonderpodcast zur aktuellen Diversity Sonderveröffentlichung von a3kultur geht es diesmal zur Abwechslung nicht um Kultur im Umgang mit Corona, sondern um Diversity in den deutschen Medien. Die jüngst veröffentlichte Studie der »Neue Deutsche Medienmacher*innen« mit dem Titel »Viel Wille, kein Weg. Diversity im deutschen Journalismus« zeigt, dass deutsche Medienhäuser im internationalen Vergleich stark hinterher hinken: »Wenn man sich z.B die BBC in Großbritannien anguckt, oder RTÉ in Irland, ABC in Australien oder CBC in Kanada, dann haben die Öffentlich-Rechtlichen wirklich umfassende Diversity-Strategien, die auch verpflichtend sind – und das fehlt in Deutschland«, berichtet die Geschäftsführerin der »Neuen Deutschen Medienmacher*innen« Konstantina Vassiliou-Enz im Gespräch mit Jürgen Kannler. 

 

Es muss sich also etwas verändern in den großen Medienhäusern, doch auch neue Formate können das Bild verändern, wie man bereits auf niederschwelligen Plattformen wie Youtube erkennen kann. »Ich sehe das als ein Paradox, wenn immer wieder von Medienkrise die Rede ist« berichtet die Medienmacherin, »und darüber geklagt wird, dass es immer weniger Abos und Leser gibt und gleichzeitig aber ein ganz große Gruppe von Menschen – und dass sind immerhin 25% der Bevölker mit Migrationshintergrund – sich in den Medien nicht wiederfinden«. 

 

Die Redaktionen müssen also diverser werden und diverser berichten. Doch schon beim Einstellungsverfahren ergeben sich gewisse Schwierigkeiten. Entweder man legt eine Quote fest, die erfüllt werden muss. Oder man anonymisiert die Bewerbungen, sodass die erste Hürde im Bewerbungsverfahren egalisiert wird, bei der Alter, Geschlecht und Herkunft zu oft eine Rolle spielen. Allerdings hat dieses Verfahren auch eine Schwachstelle, denn „Im zweiten Schritt, wenn man dann die Auswahl der Leute getroffen hat, mit denen man sprechen will und dann die Bewerbungsgespräche hat, dann sieht man's natürlich wieder“. Es ist wohl noch ein langer Weg zu einer diverseren Medienlandschaft, doch die »Neuen Deutschen Medienmacher*innen« sind bereit ihn zu gehen. 

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