#Postkartenfieber

02.07.2019 - 09:16 | a3redaktion

»Schwaben und die Bukowina in den Social Media um 1900« – Ausstellung im Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

Es geschieht in jedem Urlaub: Vom blauen Meer oder dem grandiosen Bergpanorama wird schnell ein Foto geknipst und per Instagram oder WhatsApp in die Welt hinausgeschickt. Doch auch vor den Zeiten von Breitbandverbindung und Smartphone-Kamera konnten Touristen ein umwerfendes Bild mit prahlerischer Botschaft nach Hause senden – in Gestalt der Postkarte. Die Postkarte wirkt heute aus der Zeit gefallen, aber ist sie wirklich so anders als ein Instagram-Post?

Die Ausstellung wird diesem Postkartenfieber nachspüren und den Hype um das im 19. Jahrhundert neu entstandene Medium der Postkarte entdecken. Die Postkarte diente um 1900 nicht nur für Urlaubsgrüße oder Glückwünsche, sondern auch der alltäglichen Kommunikation. Inhalte und Themen der Postkarten von damals und die Social-Media-Posts von heute weisen gewisse Ähnlichkeiten auf.

Die Ausstellung wird den Bogen schlagen zwischen der historischen Region der Bukowina, die heute im Norden zur Ukraine und im Süden zu Rumänien gehört, und Schwaben, insbesondere Augsburg und Schwabmünchen. Dabei werden die Besucher erstaunliche Übereinstimmungen feststellen können, trotz der räumlichen Distanz von 1.500 Kilometern.

Die Ausstellung wurde von Studentinnen der Geschichtswissenschaft, der Kunst- und Kulturgeschichte und der Philosophie im Rahmen einer universitären Übung unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Maren Röger, Leiterin des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg, konzipiert. Unterstützt wurden sie dabei von a3kultur, dem Augsburger Postkartensammler Franz Häußler sowie dem Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen unter der Leitung von Sabine Sünwoldt.

Die Ausstellung »#Postkartenfieber: Schwaben und die Bukowina in den Social Media um 1900« wird am 4. Juli um 19 Uhr im Bukowina-Institut an der Universität Augsburg eröffnet. An diesem Abend erwarten die Gäste eine Einführung durch die kuratierenden Studentinnen sowie musikalische Darbietungen von Künstler*innen des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird bis zum 31. Januar 2020 im Bukowina-Institut zu sehen sein; Alter Postweg 97a im TONI-Park, 86159 Augsburg. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 12:30 Uhr und 13 bis 16 Uhr.

www.bukowina-institut.de

Abbildung: Dieser »Gruss aus der Bukowina« zeigt Lipowaner Mönche. © Verlag Leon König, Czernowitz, 1916

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