Schöner als die Stille

26.02.2018 - 09:35 | a3redaktion

Im Rokokosaal der Regierung von Schwaben wurde Ende Januar der Johann-Wenzel-Stamitz-Preis der KünstlerGilde an den Komponisten Richard Heller für sein Lebenswerk verliehen.

Richard Heller wurde in Wien geboren und ging nach seinem Studium an der dortigen Musikhochschule (unter anderem bei Erich Urbanner und Otmar Suitner) nach Augsburg, um am dortigen Leopold-Mozart-Konservatorium (später Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg, jetzt Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg) Musiktheorie und Komposition zu unterrichten.

In der Laudatio verwies Dr. Dietmar Gräf (Fachgruppenleiter für Musik bei der KünstlerGilde und Vorsitzender der Jury für den J.-W.-Stamitz-Preis) auf ein Zitat von Henri Dutilleux, das Heller gerne als Charakterisierung seines eigenen Schaffens heranzieht: »Wenn das, was du zu sagen hast, nicht schöner ist als die Stille, dann schweig!« Dr. Gräf konstatierte, dass Heller daraus »die richtige Konsequenz gezogen« und »Musik geschrieben« hat, die »schöner ist als die Stille«.

Ferner hob der Laudator die Balance zwischen Sinnlichkeit und Konstruktion in Hellers Schaffen hervor, die gelungene Integration von Tonalität und Atonalität in seiner Harmonik und seine oberste Maxime der Klarheit und Verfolgbarkeit, sowie sein Formbewusstsein, mit dem er »etwas wie eine Architektur in der Musik anstrebt«. Der Laudator schloss mit dem Wunsch, »dass dieser hervorragende Komponist, der (…) einen maßgeblichen Stellenwert in der Musikgeschichte einnimmt, in Zukunft die Wertschätzung erhält, die er verdient.«

www.richard-heller.eu

Foto, von links nach rechts: Richard Heller (Preisträger), Hansjürgen Gartner (Bundesvorsitzender der KünstlerGilde), Dr. Dietmar Gräf (Juryvorsitzender und Fachgruppenleiter Musik der KünstlerGilde)

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