Still-Leben

10.06.2020 - 14:10 | a3redaktion

In der Werkstätte für Beschriftungen, Bäckergasse 10a, sind ab dem 13. Juni Werke der Augsburger Künstler*innen Luis Weidlich (1916–2010) und Mara Weyel (*1981) zu sehen.

Die Ausstellung ist in die beiden Teile »Still« (Stillleben) und »Leben« (Portraits) gegliedert und zeigt das Verhälnis der Arbeiten zweier sehr unterschiedlicher Künstler. Die in Öl gemalten Stilleben Weidlichs zeichnen sich durch ihre erdig-dunkle Farbigkeit aus, sind eher kleinformatig. Die dargestellten Gegenstände wie Flaschen, Gefäße und Nahrungsmittel entsprechen dem klassischen Stillleben-Kanon.

Auch in Weyels Stillleben tauchen ähnliche Gegenstände auf, allerdings handelt es sich hier weitestgehend um Strand-Fundstücke – eine Mischung von Korallen bis hin zu Zivilisationsmüll in Form von diversen Plastikflaschen. Die Künstlerin arbeitet großformatig mit Acrylfarben und setzt ihre Objekte auch fotografisch in Szene.

Im zweiten Teil der Ausstellung (»Leben«) treffen die Aquarell-Damen von Luis Weidlich auf die »Selbstliebenden« von Mara Weyel. Weidlichs Darstellungen lassen in ihrer Zuschaustellung und Koketterie an ein Paris Ende des 19. Jahrhunderts denken. Weyels Portraitserie ist während des weltweiten Corona-Lockdowns entstanden. Die dargestellten Figuren sind in ihr Format eingezwängt, eingesperrt, in sich selbst verknotet und verletzlich.

»Still-Leben« – ab 13. Juni, 14 Uhr, Werkstätte für Beschriftungen, Bäckergasse 10a, Augsburg
Öffnungszeiten: Mo.– Fr. 10 – 16 Uhr, Do. 16 – 20 Uhr und nach Vereinbarung per Mail weilmara@gmx.de oder unter Tel. 0821 58 25 21

Abbildung: Mara Weyel – Selbstliebende, Acryl auf Leinwand, 2020

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