Wieder Klanggold im Rokoko-Festsaal

13.09.2020 - 10:11 | Martin Schmidt

Comeback der Klassik im Schaezlerpalais: Start am Sonntag, 13. September, mit Arien und Kantaten von Händel & Co. Es folgt eine Reihe mit drei Konzerten zu 250 Jahre Schaezlerpalais und sechs Suiten für Violoncello solo.

Mit »Crudel Tiranno Amor«, Arien und Kantaten von Georg Friedrich Händel, und Instrumentalwerke von Fr. Geminiani sowie W. Babell startet am Sonntag, 13. September, wieder eine Reihe von Konzerten im Rokoko-Festsaal des Schaezlerpalais. Darunter ist auch die dreiteilige Konzert-Hommage anlässlich 250 Jahre Schaezlerpalais, die wegen der Schließungen des Museums aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste. Die Atmosphäre der Konzerte ist entsprechend intim: Aufgrund der Abstandsregelungen sind derzeit nur 25 Plätze im Festsaal bestuhlt. Die meisten Konzerte finden deshalb doppelt statt: Das Programm wird mit einer Lüftungspause an einem Abend zweimal hintereinander gespielt.

Sonntag, 13. September, 17 bis 18 Uhr und 19 bis 20 Uhr:
»Crudel Tiranno Amor« mit Susanne Simenec –Sopran, Michail Uryvaev –Barockcello, Robert Schröter –Cembalo.Neben Arien aus Händels Opern und Instrumentalwerken von Francesco Geminiani und William Babell erklingt Händels Kantate »Crudel tiranno amor« in der erst 2004 in der Bayerischen Staatsbibliothek entdeckten Fassung von 1738 für Sopran und obligates Cembalo. VVK: Museumskasse Schaezlerpalais, Reservierung: Tel. 0821 324 4118.

 

Dreiteilige Konzert-Hommage zu 250 Jahre Schaezlerpalais:

Sonntag, 20. September, 18 bis 19 und 20 bis 21 Uhr: »Trompetenglanz« – Thomas Seitz (Trompeten), Stephanie Knauer (Pianoforte). Die Trompete war im 18. Jahrhundert ein Muss bei festlichen Anlässen –und ist deshalb die ideale Besetzung für einen glanzvollen Konzertabend passend zum prunkvollen Ambiente: Der brilliante Solist Thomas Seitz interpretiert unter anderem Werke von Leopold Mozart, Johann Nepomuk Hummel und Georg Philipp Telemann.

Freitag, 25. September, 19 Uhr: Klavierrezital »1770« – Stephanie Knauer (Pianoforte). Das Schaezlerpalais wird in diesem Jahr seiner Bestimmung übergeben, in Bonn erblickt ein kleiner Junge Namens Ludwig van Beethoven das Licht der Welt und Marie Antoinette bricht nach Versailles auf: Als »Hommage« an 250 Jahre Schaezlerpalais spielt Stephanie Knauer auf dem Nachbau eines historischen Hammerflügels u. a. Werke von Mozart, Beethoven u. Haydn, die in den Jahren um 1770 entstanden sind.

Sonntag, 4. Oktober, 18 bis 19 und 20 bis 21 Uhr: »Ach, ich liebte«: Orient trifft Okzident – Öykü Sensöz (Sopran), Seref Dalyanoglu (Oud), Stephanie Knauer (Pianoforte). »Alla turca« war im 18. Jahrhundert europaweit en vogue. Von Frankreich aus entwickelte sich die »Turquerie« und auch Mozart, den Sie unter anderem neben Donizetti und türkischen Komponisten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert hören werden, griff in seiner »Entführung aus dem Serail« auf das populäre Sujet zurück. Die drei Künstler schlagen eine musikalische Brücke zwischen Orient und Okzident. Es erklingt alte Musik aus beiden Welten. Museumskasse: Tel. 0821 3244118.

 

Johann Sebastian Bach: Sechs Suiten für Violoncello Solo BWV 1007-101

Donnerstag, 1. Oktober, um 17 und um 19 Uhr: Suiten III C-Dur, IV Es-Dur, V c-moll.

Freitag, 2. Oktober, um 17 und um 19 Uhr: Suiten I G-Dur, II d-moll, VI D-Dur.Michail Uryvaev-Barockcello. Die sechs Suiten für Violoncello Solo von Johann Sebastian Bach – ein Meilenstein der Celloliteratur – wird der Barockcellist Michail Uryvaev, dessen ausgesuchte Programme in Augsburg des Öfteren zu hören sind, an zwei Tagen vortragen. VVK: Museumskasse Schaezlerpalais, Reservierung: Tel.: 0821 324 4118.

Bild: Ab kommenden Sonntag finden wieder Konzerte im Rokoko-Festsaal des Schaezlerpalais statt. | Foto: Achim Bunz/Kunstsammlungen & Museen Augsburg

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