Film

80 Jahre Woody Allen

Thomas Ferstl
9. Dezember 2015

Am 1. Dezember 1935 wurde Haywood »Woody« Allen als Allan Stewart Konigsberg im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Die Filmkarriere des Tausendsassas begann 1965 mit dem Script zu »Was gibt’s Neues, Pussy?«. Seine Regiekarriere startete ein Jahr später mit »What’s up, Tiger Lily?«. Nach nunmehr 50 Jahren im Geschäft sind der vierfache Oscar-Preisträger und seine Filme längst zum Kult geworden. Seine Slapsticks, romantischen Komödien, spannenden Krimis, feinen Charakterstudien und jüngst das Drama »Irrational Man« bereichern die Kinolandschaft auf eine Art, wie sie in Zeiten von brachialer Action, Digitaleffekten und endlosen Fortsetzungen selten geworden ist. Alles Gute zum Geburtstag, Woody Allen! Wer mehr über ihn und seine Filme erfahren möchte, ist mit Tom Shones »Woody Allen – Seine Filme, sein Leben« gut bedient. Erschienen bei Knesebeck und herrlich bebildert, liefert dieses Buch Hintergrundinformationen zu jedem seiner Filme und gibt einen Einblick in den Werdegang des Künstlers von Kindheit an.

Selbstverständlich wünsche ich Ihnen, geneigte Leser, frohe Weihnachten und verrate Ihnen, was Sie an Heiligabend im Kino sehen können.

In »Ich bin dann mal weg« (24. Dezember, CinemaxX, Cineplex, Kinodreieck) pilgert Devid Striesow als Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg. Regisseurin Julia von Heinz filmte hauptsächlich an Originalschauplätzen entlang des Pilgerwegs. Striesow ist nun nicht Kerkeling, versucht diesen aber auch nicht zu imitieren. Er spielt seine ganz eigene Version des Entertainers, was ich persönlich für eine gute Entscheidung halte, denn beide sind in ihren Fähigkeiten als Künstler zu einzigartig, um in Eins zu verschmelzen. Trotz einiger Freiheiten bleibt dieser Feel-Good-Film seiner Bestsellervorlage treu. Ideal für einen weihnachtlichen Kinobesuch mit der ganzen Familie.

Sherlock Holmes (Ian McKellen) hat es mittlerweile auf stolze 93 Jahre gebracht und lebt zurückgezogen auf dem Land. Er züchtet Bienen und lacht über die erfundenen Heldengeschichten, die über ihn erzählt werden. Bevor ihn die Demenz einholt, will er einen ungelösten Fall aus der Vergangenheit knacken. In »Mr. Holmes« (24. Dezember, Kinodreieck) setzt Regisseur Bill Condon Gandalf-Darsteller McKellen ideal in Szene.

Die Verfilmung von Mitch Cullins gleichnamigem Roman ist eine ruhige Charakterstudie von Sir Arthur Conan Doyles beliebter Romanfigur. Den teilweise verschachtelten und etwas langatmigen Film machen die großartige Besetzung, unter anderem Laura Linney als Haushälterin und Milo Parker als ihr Sohn, und die liebevolle Ausstattung definitiv sehenswert.

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