Airgreifend

23. September 2017 - 12:35 | Jürgen Kannler

Daniel Hope glänzt bei mozart@augsburg.

Daniel Hope gehört nicht nur zu den besten Violinisten seiner Generation, er gehört auch zu den Masterminds der internationalen Klassikszene und sein künstlerischer Einfluss reicht weit über diesen Zirkel hinaus. So war sein Projekt »Vivaldi Recomposed« mit Max Richter Inspiration für eine ganze Reihe einflussreicher DJs, Musiker und Komponisten. Auch das Projekt »ÜberBach« von Sebastian Knauer und Arash Safaian ist ein Beispiel dafür. Es wird im Oktober mit einem Echo Klassik ausgezeichnet. Auf a3kultur.de finden Sie eine begeisterte Rezension von Geoffrey Abbott zum Konzert der beiden in Augsburg.

Sebastian Knauer, Pianist und Leiter von mozart@augsburg, war es auch, der von Beginn seiner Festivalreihe an Daniel Hope in Augsburg verankerte. Seine Konzerte gehören Jahr für Jahr zu den Höhepunkten der Reihe. 2017 lud Hope zur »Baroque Journey« ein. Als Teil eines sechsköpfigen Orchesters präsentierte er im hinreißenden Programm »Air« acht Meister der barocken Komposition, mindestens die Hälfte davon neu zu entdeckende Namen wie von Westhoff, Falconieri oder Matteis. Nachzuhören auch auf der soeben bei der Deutschen Grammophon erschienenen CD. Als gewandter Redner wies er auf die Bedeutung afrikanischer und südamerikanischer Musik für das hin, was wir heute als barocken Sound verstehen.

Das Konzert dieses großartigen Ensembles war temperamentvoll und vom ersten Stück an »airgreifend«. Es gehörte zum Besten, was ich in den letzten Jahren gehört habe, und markierte einen guten Schlusspunkt eines guten Festivals. Am 19. Oktober startet in den Kinos das Biopic »Daniel Hope – Der Klang des Lebens«, Regie: Nahuel Lopez.

www.danielhope.com

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