Aus den Augen eines Laien

20. Januar 2015 - 13:16 | Iacov Grinberg

Die Messe »Jagen und Fischen« hat, wie jede andere auch, ihre Zielgruppe – Menschen, die sich mit Fischen oder Jagen beschäftigen oder beschäftigen möchten.

Ich und mein Kollege, genauso wie seine beiden Kinder (8 und 13 Jahre) sind seit Kindheit an Städter und weder Jäger noch Fischer. Aber unsere Frauen möchten ein paar Stunden miteinander ohne uns tratschen und haben uns zu der Ausstellung geschickt, da der Eintritt für Kinder unter 15 kostenlos war. Am Samstagmorgen war beim Eingang eine Menge Menschen, viele mit Kindern und, da wir kein besonderes Ziel hatten, folgten wir der Menschenmasse.

Der erste Saal war vielleicht ein Paradies für Fischer. Zahlreiche Ruten und Hacken, vielfältige spezielle Ausrüstung für Fischer. Unsere Kinder haben aber für sich Interessante an den Ständen von Fischerverbänden gefunden: Eine große Reihe der Aquarien, wo viele verschiedene Fische schwammen. Die Namen dieser Fische waren den Kindern schon aus Büchern bekannt, „live“ aber haben sie viele Fischarten noch nie gesehen. Da es man Fische züchtet und die ganze gezeigte Technologiekette der Fischzucht war für Kinder überraschend. Bei den Fischerverbänden waren Menschen immer bereit, Kindern etwas zu erzählen und auf ihre zahlreiche Fragen zu antworten. Sie haben uns auch erzählt, dass sie für Schulklassen Führungen machen und am Donnerstag und Freitag einige durchgeführt haben. Auch die sportlichen Möglichkeiten, möglichst weit und genau ein Wurfgewicht mit Spinnrute zu werfen, freuten die Kinder immens.

In dem zweiten, dem der Jagd gewidmeten Saal beginnen die Kinderaugen zu leuchten: Gewehre! Dort aber war es am Wochenende voll mit Profis. Die Kinder könnten nur ein Paar Gewehre betasten. Weiter aber warteten auf sie Hunde. Bei den Ständen der Rassenhunde waren Menschen immer bereit, den Kindern alles was sie interessierte zu erzählen. Während einer halbstündigen Jagdhundevorführung haben sie auch vergessen, dass sie was essen und trinken möchten: Sie kennen es, dass bei Kindern, die zu Hause ohne Appetit essen, auf jeder Ausstellung ein Bärenhunger erwacht. In diesem Sinne war auf der Ausstellung nichts zu beanstanden: viel und vielfältig.

Der Dritte Saal zeigte uns etwas, was auch wir Erwachsene nicht wussten: sportliche Bogenschießen und Jagd mit Bogen. Zahlreiche Bogen von ganz verschiedenen Konstruktionen, Pfeile und Teile für das Pfeilbasteln, Schießen nicht nur auf eine Zielscheibe, sondern auch auf fliegende Discs. Hier aber hatten Menschen an den Ständen keine Zeit für zuschauende Kinder, sie waren mit eingeweihten Kunden beschäftigt. Das störte uns nicht besonders, da die Kinder nach beiden ersten Sälen schon müde waren, aber vielleicht sollte die Messeleitung jemanden beauftragen, durch diesen Saal Führungen zu machen?

Unsere Kinder wachsen heute meistens in Städte auf, kennen die Natur sehr schlecht. Aus diesem Blickpunkt ist der Besuch dieser Ausstellung kaum zu überschätzen. Ich kann Ihnen diese Ausstellung als ein äußerst passendes Ausflugziel empfehlen. Die diesjährige Ausstellung ist schon vorbei, aber die nächste soll am 21-24 Januar 2016 stattfinden. Ich versuche, ein paar Wochen vor diese Ausstellung zusammen mit der Ankündigung über sie, ein Link zu diesem Artikel, als Einladung für ihre Kinder auf diese Ausstellung zu platzieren.
(Iacov Grinberg)

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