Bäuerliche Alltagsbilder

18. Juli 2017 - 8:43 | Bettina Kohlen

Bauer und Fotograf – das ist eine ungewöhnliche Kombination, vor allem in den 1920er-Jahren, als Heinrich Förstner in Goldburghausen im Ries begann, sein Umfeld abzulichten.

Anhand von 500 Fotografien aus dem umfangreichen fotografischen Nachlass gewährt das Museum KulturLand Ries Einblicke in die dörfliche Rieser Lebenswelt und Alltagskultur bis in die 1970er-Jahre. Förstner (1896–1944) und sein Sohn Heinrich (1923–1973) hinterließen rund 5.000 Fotografien, sie dokumentierten als Dorffotografen familiäre und öffentliche Ereignisse, machten Passfotos und Porträts. Heinrich senior blickte aber auch auf den Alltag seiner Nachbarn und schuf Schwarzweißbilder des Unspektakulären von erstaunlicher Qualität. Förster junior hingegen, interessierte sich für die experimentellen und technischen Möglichkeiten der Fotografie. Er nahm an Wettbewerben teil und zeigte in Diavorträgen seine technisch ausgereiften Farbaufnahmen. Ein Ausflug nach Maihingen lohnt sich: die Bilder der beiden Fotoamateure geben einen Eindruck vom bäuerlichen Leben im Ries zwischen 1920 und 1973 und ergänzen die Schau des sehenswerten Museums um einen wichtigen Aspekt.

Die Ausstellung »Auslöser Ries!« ist bis zum 31. Oktober im Museum KulturLand Ries in Maihingen zu sehen.

www.museumkulturlandries.de

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