Bequem Fischen und Jagen

7. Januar 2017 - 13:26 | Iacov Grinberg

Viele Begriffe verändern ihre Bedeutung im Laufe der Zeit. Dem Begriff »Jägerin« blieb dieses Schicksal nicht erspart.

In der antiken Welt wurde die Jagd von Göttinnen wie Artemis und Diana verkörpert. Ausgerechnet die Spitze ihres Pfeils, die mit dem Blut aller Tierarten getränkt war, diente als Quelle des Lebens nach der Verwüstung der Erde. Die Jagd als Nahrungsquelle war hingegen eher Männersache.

In der Renaissance wandelte sich die Waffe der Jäger von Pfeil und Bogen zum Schießgewehr. Jägerinnen sind zur Ausnahme geworden. Einerseits war der Besitz von Gewehren streng reglementiert, andererseits war eine Frau allein oder mit fremden Männern im Wald nach damaligen Ansichten sittenwidrig. Eine Dame war nach den Überzeugungen dieser Zeit nur als »Verzierung« der Jagdgesellschaft denkbar. Natürlich war auch die Waffe für Männer ausgelegt. Sie forderte viele Taschen auf den Gürteln, die zur Frauenkleidung schlecht passten, zur Feuerwaffe mit Steinschloss trug man(n) einen speziellen Hut – einen Dreispitz.

Heute gibt es durchaus Jägerinnen und Anglerinnen, Frauen betreiben Bogenschießen als Sportart. Man muss die Ausrüstung auf die spezifischen Anforderungen der Jägerinnen/Anglerinnen/Sportlerinnen anpassen.

Die Messe »Jagen und Fischen«, die am 19. Januar ihre Pforten in Augsburg öffnet, verspricht unter anderem auch Ausrüstung, Kleidung und Accessoires, die speziell für Frauen geschaffen sind. Liebe Leserinnen, besuchen sie die Schau und schätzen sie die Bemühungen der Produzenten selbst ein! Die Ausstellung dauert bis zum 22. Januar.

www.jagenundfischen.de

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