Brut

2. Mai 2017 - 8:55 | Jürgen Kannler

Maximilian Prüfer verzaubert sein Publikum. Jüngst erschien sein Kunstband »Brut«.

Erst vor wenigen Monaten begeisterte Maximilian Prüfer das Publikum der Galerie im Höhmannhaus mit der Ausstellung »Ei« (a3kultur Oktober 2016). Im Rahmen dieser Schau präsentierte er auch »Brut«, einen wunderbaren Kunstband, der Einblick in die einzigartige Arbeitswelt des Augsburger Künstlers gibt. Dieser Termin war so etwas wie ein Startschuss zu Prüfers nächstem Karriereschritt, bei dem der Künstler gleich mehrere Stufen auf einmal nahm.

Prüfer verzaubert sein Publikum mit Motiven, deren Entwicklungsgeschichte er packend zu erzählt weiß, ohne dabei zu viel von seiner Technik preiszugeben. Wie ein Forscher arbeitet er mit Tieren, nutzt ihre Instinkte  und Fähigkeiten und kommt dabei selber aus dem Staunen kaum heraus.

Seine Kunst liegt in der behutsamen Manipulation dieser natürlichen Abläufe und macht es sich zur Aufgabe, diese Ergebnisse in einen Dokumentationsprozess zu transformieren, der Prüfers ureigene Handschrift trägt. So kopiert er die Pracht der Schmetterlinge, lässt Ameisen in Zylindern laufen, die er auf besonders beschichtete Papierbögen setzt, um ihre Wege zu erkunden, oder dokumentiert auf dem gleichen Trägermaterial die Ästhetik des Regens.

Prüfer pflegt einen poetisch respektvollen Umgang mit der Natur, die ihm oft auch Atelier ist. Seine Arbeiten bedienen sich der Bildsprache vieler Epochen, ohne sie bloß zu kopieren. Gegenwärtig plant er, die chinesischen Bienen zu studieren. Ermöglicht wird ihm die Reise durch ein Stipendium, das ihm mit dem Gewinn des Kunstförderpreises 2017 des Bezirks Schwaben zufällt.

»Brut« ist im Verlag Hatje Cantz erschienen.
www.hatjecantz.com
www.maximilian-pruefer.com

Foto: Leon Kirchlechner

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