Comebacks im August

3. August 2018 - 10:04 | Thomas Ferstl

Projektor, die a3kultur-Filmkolumne im August

In diesem Monat wagen nun zwei Schwergewichte des deutschen beziehungsweise des internationalen Films ein Comeback auf die Kinoleinwände. Ob auch diese von Erfolg gekrönt sind und eine gute Show bieten oder wie Alis Gegner George Foreman und Joe Frazier k.o. gehen, lesen Sie hier:

Als Comeback bezeichnet man den Neubeginn einer Karriere durch (erfolgreiches) Wiederauftreten nach längerer Pause. Im Duden erschien das Wort erstmals 1961. 1970 gelang Muhammad Ali ein bedeutendes Comeback, das 1974 im »Rumble in the Jungle« und 1975 im »Thrilla in Manila« gipfelte. Beide Male konnte Ali den Kampf um den Schwergewichtstitel für sich entscheiden.

Zum bereits fünften Mal kehrt in »Sauerkrautkoma« (9. August, CinemaxX, Kinodreieck) das dynamische Ermittlerduo Eberhofer (Sebastian Bezzel) und Birkenberger (Simon Schwarz) wieder. Gewohnt chaotisch geht es für die Helden auch diesmal zu. Franz Eberhofer wird gegen seinen Willen befördert und nach München versetzt, wo ausgerechnet seine Rivalin Thin Lizzy (Nora Waldstätten) seine Vorgesetzte ist. Im Auto seines Vaters (Eisi Gulp) wird eine Leiche gefunden und der erfolgreiche Geschäftsmann Karl-Heinz Fleischmann (Gedeon Burkhard) macht sich an Franz’ Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff) ran.

Selbstbewusst wirbt Ed Herzogs Film bereits im Trailer damit, »die bayerische Komödie des Jahres zu sein«, und auch ich sage: A mords Gaudi isses. Ein besonderes Schmankerl für alle Fans findet am 13. August beim Lechflimmern statt. Dort werden Sebastian Bezzel und Kult-Vorlagenautorin Rita Falk mit ihrem Film zu Gast sein. Aber fallens mir ja ned in a richtigs Sauerkrautkoma, wenn Sie anschließend no in Biergarten gengan!

In »Mein Name ist Somebody – Zwei Fäuste kehren zurück« (23. August, CinemaxX, Cineplex) kehrt Terence Hill als moderner Aussteiger Thomas zurück auf die Großleinwand. Er lässt sein altes Leben in der italienischen Provinz samt Pferd, Landhaus, Freunden und Bekannten hinter sich und reist auf seiner Harley durch die spanische Wüste, weil er allein sein will. Endlich mal nachdenken können, ohne abgelenkt zu werden. Doch schon bald trifft er auf Lucia (Veronica Bitto), die in die Gewalt zweier Verbrecher geraten ist. Obwohl er seine Reise eigentlich ungestört unternehmen will, kann Thomas nicht anders und rettet die junge Frau. Dadurch handelt er sich zwar einige Schwierigkeiten ein, findet aber auch neue Inspiration fürs Leben. 

Obwohl Terence Hill mittlerweile alt geworden ist, freue ich mich darauf, ihn wieder auf der Großleinwand zu sehen. Der Film, bei dem Hill selbst die Regie übernahm, ist zwar kein Meisterwerk und relativ vorhersehbar, jedoch ist er für mich und sicherlich für viele andere Zuschauer eine kleine Zeitkapsel zurück zu den legendären Filmen von Hill und dem leider vor zwei Jahren verstorbenen Bud Spencer, die seit Generationen vor allem am Sonntagnachmittag im Privatfernsehen begeistern.

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