Echo:Kammer:Musik

1. Februar 2019 - 12:30 | Martin Schmidt

Stefan Schulzkis neue CD »Chamber Music«: ein schillernder Klassik-Avantgarde-Crossover.

Die vielen Seiten des Augsburger Komponisten Stefan Schulzki: Klassik, Neue Musik, Avantgarde, Electronica, Filmmusik, Kunstlied … Seine neue CD »Chamber Music« (NEOS Music) ist für ihn seine »bisher persönlichste Veröffentlichung«; das vor Kontrasten nahezu berstende, gleichzeitig strikt kohärente Album widmet sich ausschließlich seiner eigenen Musik. Und geht in die Vollen, wandert von Chamber zu Chamber, von Soundtrack über Musique concrète bis Romantik und (Post-)Moderne. Ein Parforceritt in Inspiration, Variation und Virtuosentum. Das erste Stück, über 20 Minuten lang und lapidar »Klavierkonzert« betitelt, öffnet, mäandernd, Resonanzen an Arvo Pärts »Alina« und Morton Feldman, an Michael Pisaro, Luigi Nono und Sun Ra zugleich.

»Politisches Lied 2011« (Länge: stattliche 8:30 Minuten) sammelt popmusikalische Sprengsel aus Pop und NDW, baut Rockismen ein, um alles mit Chanson und Kunstlied dadaesk kollidieren zu lassen. Dazu das atmosphärische, klavierbasierte, opereske Singstück »Erlkönig«. Dann, auch: Spoken Word, elektronisches Klangsplitting, bis Schulzki im über 11-minütigen »Drei Epigramme nach Bertolt Brecht« sogar EBM-ähnliche Elemente einflicht. »Chamber Music« ist dräuend bis träumend, von expressiv bis impressionistisch. Von virtuos bis neckisch, von Hochgefühl bis Avantgarde. »Chamber Music« ist 17 Jahre Schulzki, seine Schaffenssphären eingefangen von insgesamt 27 Interpreten (zum Teil in Ensembles) und letztendlich vom Komponisten selbst. Ab dem 15. Februar auch auf allen gängigen Streaming-Portalen verfügbar.

www.neos-music.com
www.stefanschulzki.com

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