Er ist wieder da

7. November 2019 - 11:02 | Dieter Ferdinand

Das Staatstheater Augsburg zeigt wieder das Schauspiel »Judas« der niederländischen Dramatikerin Lot Vekemans.

Im Frühjahr und Sommer feierte die Moritzkirche ihr 1.000-jähriges Bestehen. Das Staatstheater beteiligte sich mit dem Ein-Mann-Stück »Judas« in einer Inszenierung von Magz Barrawasser am Jubiläumsprogramm. Nun wurde das Schauspiel wieder aufgenommen.

Die zweite Premiere am 5. November fand im Moritzsaal statt. Der große Saal diente als Spielfläche, im Halbrund saß das Publikum. Die Bühne war mit einem Vorhang verhangen, anfangs zeigte Judas den Strick, an dem er sich aufgehängt hatte. Aller Augen richteten sich auf Roman Pertl (Foto: Jan-Pieter Fuhr), der bei der Wiederaufnahme die Rolle des Judas von Pirmin Sedlmeir übernimmt. Seine Gestik und Mimik bestachen, er kann sicherlich noch deutlicher artikulieren. Später ohne Mikro war er verständlicher.

Wiederum war ein packender Abend zu erleben. Klar wurde, dass Judas Jesu Tod nicht wollte. Er habe alle Schuld auf sich genommen. Jesus sei anders gewesen. Judas habe anderes von dem erwartet, der ihn früh als Freund angesprochen hatte.

Das beeindruckte Publikum spendete dem empfehlenswerten Stück und vor allem Roman Pertl als Judas dankbar langen Applaus.

Die Besprechung der Originalinszenierung vom Mai 2019 lesen Sie unter: https://a3kultur.de/positionen/verraeter-uns

Alle Termine unter: https://staatstheater-augsburg.de/judas

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