Ergänzung zum Weihnachtsmarkt

3. Dezember 2018 - 15:18 | Iacov Grinberg

Ausstellung »Petit Fours. Kleine Besonderheiten der bildenden Kunst und Kunstschmuck« in der Maxgalerie

Rundum die Maxgalerie (im Lichthof der Maxpassage, zwischen Maximilianstrasse 14 und Philippine-Welser-Straße 17) floriert der Weihnachtsmarkt. Man genießt Naschereien, die an die eigene Kindheit erinnern, trinkt verschiedene Variationen von Glühwein und Punsch mit und ohne Alkohol, schaut, plaudert mit Bekannten und kauft auch manchmal Schmuck fürs Haus oder den Tannenbaum, Waren zum Basteln und Präsente: Die Adventzeit ist die Zeit der Geschenke.

Mit wertvollen Geschenken ist es auf dem Weihnachtsmarkt schwer: Man möchte in der Regel etwas Besonderes, Unikales schenken und nicht etwas, was man im nächsten Laden kaufen kann. Vieles, was wir dort sehen, ist Massenware. Die Maxgalerie versucht diese Marktlücke zu schließen.

Üblicherweise stellt die Maxgalerie sowohl großformatige als auch relativ kleine Arbeiten aus. Diese Ausstellung enthält ausdrücklich relativ kleine, und das hat Sinn. Ein Geschenk soll im Rahmen des Geschenkbudgets sein, aber nicht nur das. Ein Ehepaar, das gleichzeitig mit uns ein Weihnachtsgeschenk für sich selbst, nämlich eine Kunstarbeit für ihre neue Mietwohnung in Augsburg, suchte, erläuterte uns ihren Grund.

Heute bilden die gebürtigen Augsburger in Augsburg nicht mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Sehr viele siedeln dorthin um, wo man eine passende Arbeit findet. Dieses Paar hat eine gute Stelle in Augsburg bekommen, ist übergesiedelt und hat eine Wohnung gemietet, wie es die Hälfte der Deutschen macht. Sie sind sich aber nicht sicher, ob sie auch noch in 5 oder 7 Jahren in Augsburg leben werden, sie hoffen auf eine Fortsetzung ihrer Karrieren. Eine großformatige Arbeit könnte für ihre nächste Wohnung nicht passen, mit einer relativ kleinen wird es wesentlich leichter.

Die ausgestellten Arbeiten entsprechen natürlich ganz verschiedenen Geschmäckern und es ist nicht leicht etwas auszuwählen. Mich, zum Beispiel, erfreuten Arbeiten aus Stahl von Herbert Mehler (Foto), meine Frau war der Meinung, dass sie für unsere Wohnung zu schwer sind. Bei den Bronzearbeiten von Peter Wittstadt wurden unsere Meinungen auch geteilt, nur die »Katze« sagte uns beiden zu. Mich begeisterten die Schnitzereien von Cornelia Brader, meine Frau dagegen mochte die Schnitzereien von Johannes Hepp. Aus den Arbeiten von 31 verschiedenen Künstlern kann man sicherlich etwas Passendes finden.

Ich kann Ihnen empfehlen, bei einem Besuch des Weihnachtsmarkts unbedingt auch diese »Ergänzung« in der Maxgalerie des Marktes zu besuchen, es lohnt sich.

www.maxgalerie.de

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