Exlibris, Zeichnungen und Haiku

25. September 2016 - 21:03 | Iacov Grinberg

Ausstellung von Oskar Nulman im Wohnzimmer im Schwabencenter

Zwischen vielen gemeinnützigen und wohltätigen Einrichtungen in Augsburg gibt es auch ein Wohnzimmer. Das ist ein Raum im Schwabencenter, der nach Auszug der früheren Mieter von der AWO übergenommen und als Mehrzweckraum genutzt wird. Die für diesen Raum üblichen Maßnahmen klingen wie im Altersheim: Spielnachmittag, Schafkopfen, gemeinsames Singen, Handarbeit und Patchwork. Aber manchmal finden dort auch Kunstausstellungen statt. Es geht in der Regel um die Arbeiten der Menschen, die keine anerkannten oder professionellen Künstler sind und für die ein Ort, an dem sie ausstellen können, schwer zu finden ist. Momentan läuft dort eine Ausstellung, die einige Arbeiten von Oskar Nulman zeigt.

Er wurde 1937 geboren und arbeitete sein ganzes Leben als Bauingenieur. Als er 2000 sein Heimatland Ukraine verlassen musste und nach Deutschland übersiedelte, war für ihn eine weitere professionelle Tätigkeit schon unmöglich. Er ist aber nicht im Sumpf des Nichtstuns versunken. Schon lange war er als Graphiker tätig, der viele äußerst interessante Exlibris geschaffen hat. Er nimmt auch am Aktzeichnen in der Galerie Schröder teil, schreibt manchmal Haiku in seiner Muttersprache Russisch. Alle diese Seiten seiner Tätigkeit sind in dieser Ausstellung präsent. Einige seiner Haiku sind auch von W. Magg ins Deutsche übersetzt: »Er hat mit Mühe, so viele Jahre gelebt. Verleumdung! Er hat jeden Tag als Feiertag erlebt!«

Besuchen auch Sie diese Ausstellung, was bis zum 17. Oktober möglich ist.

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