Gefahr im Gaswerk

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31. Januar 2018 - 11:41 | Bettina Kohlen

Der »Tatort Augsburg« macht in der zweiten Runde einen Sprung in die Vergangenheit: die Produktion des Theaters Augsburg dreht sich um eine gewaltige Bedrohung im Kriegsjahr 1917.

Gute Serien bieten gerne mal ein Special, das aus der Reihe fällt. So begibt man sich in der aktuellen Folge »Als die Bilder laufen lernten« zurück in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Das Jahr 1917 ist geprägt von einer Mischung aus Mangel, Unzufriedenheit und einem blinden Patriotismus. Im Gaswerk Augsburg werden die Teilnehmer einer Propagandaveranstaltung genötigt, ihr Gold für Eisen zu geben, natürlich unterstützt von einem Stummfilm inklusive pianistischer Begleitung. Und mehr oder weniger dezente Schwarzmarktaktivitäten unterlaufen das Ganze… Doch dann wird es bedrohlich: Fliegt hier gleich alles in die Luft? Die Kommissare Spahn und Müller-Bahlke nehmen die Sache in die Hand und rekrutieren kurzerhand die Besucher als Hilfspolizisten, die zusammen das Gaswerksgelände durchstreifen und untersuchen, bis hin zur spannungsvollen Auflösung.

Regisseur David Ortmann inszeniert ein schräges Spiel auf mehreren Ebenen im fabelhaften Setting des damals nagelneuen Gaswerks. Dort führt uns das Ensemble wirkungsvoll in den berüchtigten »Steckrübenwinten«, als der Krieg längst nicht mehr bejubelt wurde… Diese zweite Tatort-Folge unterhält überzeugend, spannend, komisch, lehrreich (ja, auch das…) in unheimlich-aufregender Atmosphäre.

Nächste Vorstellungen am 8., 17. und 25. Februar.

www.theater-augsburg.de

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