Im Sinne der Nachhaltigkeit

mozartfesteröffnung
8. Mai 2015 - 14:47 | Sarvara Urunova

Das 64. Deutsche Mozartfest feierte am 7. Mai seine Eröffnung in der Ev. Heilig-Kreuz-Kirche.

An diesem historischen Ort mit einem historischen Ensemble hinterließ der Abend mehr als einen nachhaltigen Eindruck, in dem sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft in solider Beständigkeit und im Anspruch auf neue Chancen zusammenfügten.

Die traditionellen Werte vertrat die Akademie für Alte Musik (kurz: Akamus). Das Kammerorchester, das 1982 in Ost-Berlin gegründet wurde und dessen Mitglieder auf Originalinstrumenten aus der Barockzeit bzw. deren Nachbauten spielen, setzt sich für den Erhalt der stilgerechten Aufführungspraxis ein. Unter dem Dirigat von Václav Luks entführte das Ensemble in der hervorragenden Übertragung des musikalischen Stoffes in die Vergangenheit, zurück zu der Entstehungszeit. In Mozarts »Sinfonia concertante« in Es-Dur für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester überzeugte die Solo-Oboistin Xenia Löffler mit einer Glanzleistung. Das ganze Orchester brillierte in der charakterfesten Darbietung des Entreaktes aus »Thamos, König in Ägypten«, die vorbildlich die beständige Stimmung des Abends unterstrich.

Ernst Schlader, der mit seinem historischen Bassetthorn bzw. einer historischen Bassettklarinette im zweiten Teil des Abends das Publikum mit Sanftheit und Bescheidenheit beeindruckte, begleitete die aus Bulgarien stammende Sopranistin Alex Penda. Das variationsreiche Wechselspiel der beiden Hauptprotagonisten des Programms, in dem gehaltvolle Übergänge das Drama in mitfühlender Freude auflösten, machte die Auszüge aus der letzten Oper von Mozart »La Clemenza di Tito« zum Höhepunkt des Eröffnungskonzerts.

Die Gediegenheit des Abends steht programmatisch für die stabile musikalische Basis der Stadt, die auch das Deutsche Mozartfest repräsentiert. Die hochqualitative Durchführung des Festivals bietet zugleich vielfältige Voraussetzungen für weitere chancenreiche Entwicklungen auf dem Gebiet der klassischen Musik.

Foto: Ursula Strobel/Deutsche Mozartgesellschaft

www.mozartgesellschaft.de

 

 

 

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