Jugendgerechte Kommune Augsburg!

4. Dezember 2018 - 10:50 | Susanne Thoma

Wie kann man die Grundlagen demokratischer Meinungsbildung lebendig und begreifbar machen? Ganz klar: Durch die verantwortungsbewusste Teilhabe an politischen Entscheidungen.

Nur Beteiligung bewirkt, dass sich die junge Generation ernst genommen und aufgehoben fühlt. Der Meinung ist auch der Stadtjugendring Augsburg SJR. Der Zusammenschluss der Jugendorganisationen hat bei seiner Herbstversammlung ein Partizipationskonzept für eine jugendgerechte Kommune Augsburg präsentiert. In einer 40-seitigen Broschüre wird erläutert, wie die Beteiligung von jungen Menschen in unserer Stadt stärker verankert, unterstützt und ausgeweitet werden kann. Dabei sind unterschiedliche Beteiligungstufen, von der bloßen Information, bis hin zur Mitsprache, bei der Ideen in anstehende Entscheidungen einfließen können, zu beachten. Die nächste Stufe der Beteiligung wäre die Mitbestimmung, bei der Jugendliche gleichberechtigt wie Erwachsene Einfluss nehmen können. Schließlich soll es auch um die Selbstbestimmung gehen, bei der junge Menschen die alleine Entscheidungsmacht über ein Vorhaben bekommen.

Um eine echte Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Augsburg auf die Beine zu stellen, sollen laut SJR strukturelle Voraussetzungen wie zum Beispiel eine Partizipationsampel eingeführt werden. Das heißt, die Verwaltung prüft jeden Beschluss auf Auswirkungen auf die junge Generation. Außerdem möchte der SJR Partizipationsmanager*innen einstellen, die Aktionen und Angebote planen und koordinieren. Darüber hinaus sind sie Ansprechpartner*innen für die Jugendlichen, die Verwaltung und den Stadtrat. Die Partizipationsmanager*innen sollen regional im Stadtgebiet verteilt an die Einrichtungen des SJR angedockt werden. Ein zentral gelegenes Partizipationsbüro soll dabei als Anlaufstelle für Jugendliche und Kooperationspartner*innen, sowie als Ausgangspunkt für die Planung und Umsetzung verschiedenster Aktivitäten dienen. Der Aktionsplan des SJR sieht unter anderem auch vor, die städtischen Verwaltung zum Thema Partizipation zu briefen und schulen.

Ein fettes Paket hat der SJR hier geschnürt. Um es durchzusetzen und umzusetzen, braucht es den guten Willen des Stadtrates, der Mittel in das Projekt hineingeben soll. Im Frühjahr wird im Jugendhilfeausschuss darüber gesprochen. Ich wünsche gutes Gelingen!

Die Broschüre findet man hier: Jugendgerechte Kommune Augsburg! Konzept zur Einführung und nachhaltigen Installation von Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen in der Stadt Augsburg.

Mehr Infos über Jugendpartizipation bietet auch die Website www.mydemokratie.de.

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