Kostenexplosion

29. September 2020 - 14:45 | Jürgen Kannler

Die Entwicklung der Baukosten beim Augsburger Theaterneubau befeuert die Kritik der Bürger*innen. Eine Chronik


2009
Die Sanierung des Großen Hauses steht auf der politischen Agenda. Bei einem Pressetermin im Dezember 2009 präsentieren PFP Architekten ein erstes Sanierungskonzept samt Schauspielhaus. Preis: 100 Millionen Euro.

2010 Die Komödie muss schließen.

2012 Mit der Brechtbühne – auch Theatercontainer genannt – eröffnet im April ein neues Schauspielhaus.

2015 Das Büro Achatz präsentiert zum Jahresbeginn seine Neubaupläne. Preis: 222 Millionen Euro.

2015 Die Staatsregierung zwingt die Stadt Augsburg im Herbst zu Einsparungen. Achatz präsentiert bei gleicher Leistung ein neues Angebot. Preis: 186 Millionen Euro.

2015 Bürger*innen fordern ein Beteiligungsverfahren. Es kommt und läuft bis Mitte 2016.

2016 Das Große Haus muss schließen.

2017 Im Herbst startet das Theater Augsburg im martini-Park mit Interimsstatus.

2018 Die Brechtbühne wird zur Jahresmitte geschlossen und abgerissen bzw. abgetragen.

2018 CSU-Ministerpräsident Markus Söder macht das Theater Augsburg in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zu einem Staatstheater.

2019 Im Ofenhaus auf dem Gaswerkareal eröffnet die Neue Brechtbühne mit Interimsstatus.

2019 Im Sommer ergeben »vertiefende Fachplanungen« neue Baukosten. Preis: 206 Millionen Euro.

2020 Nach den Kommunalwahlen im März wird die vorerst letzte Schätzung zur Bausumme veröffentlicht. Preis: 329 Millionen Euro.


Die angegebenen Preise verstehen sich zuzüglich der Kosten für die Interimsspielstätten, sowie der ansehenden Neugestaltung des Theaterquartiers. Die Stadt hält eine Baukostensteigerung von bis zu 5 Prozent p.a. für realistisch.

 

Bild oben: Gerd Merkle, Baureferent der Stadt Augsburg, bei einem Presserundgang durch die Baustelle im Großen Haus.

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