Der krönende Abschluss

leopoldmozartkammerorchester
30. Juni 2015 - 15:10 | Sarvara Urunova

Das langjährige Projekt »Mozart-Sinfonien« feierte seinen Ausklang im Kleinen Goldenen Saal.

Am Sonntag, den 28. Juni, ging das einmalige Mammutprojekt »Mozart-Sinfonien« nach fast einem Jahrzehnt zu Ende. In 27 Konzerten, gestartet im November 2006, wurden unter der Leitung von Heinz Schwamm sowohl die bekanntesten, als auch wenig beachtete Sinfonien von W.A. Mozart an einem einzigen Ort, von einem einzigen Orchester, dem Leopold Mozart Kammerorchester, aufgeführt. Das Ensemble, zusammengesetzt aus den jungen Nachwuchstalenten der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg oder des Leopold-Mozart-Zentrums, aber auch aus Augsburger Musikern der älteren Generation, die das Projekt mit Begeisterung unterstützen, wurde allein für diese musikalische Reihe ins Leben gerufen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das von Heinz Schwamm initiierte Vorhaben zu einem wichtigen Teil der Mozartstadt und wurde zu einem der Hauptprotagonisten in Sachen Mozartpflege.

Das letzte Konzert, das »Finale grandioso«, angefangen wie schon beim Premierenkonzert vor neun Jahren mit der allerersten Mozartschen Sinfonie in Es-Dur KV 16, wurde mit dem letzten sinfonischen Werk des Komponisten, der sogenannten »Jupiter Sinfonie« in C-Dur KV 551, zum krönenden Abschluss gebracht. Bratschistin Teresa Schwamm begeisterte dazwischen hinreißend federleicht mit dem Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 in der Fassung für Viola und Orchester.

In der gewohnten Rezitation der Briefe von Mozart an seine Frau Constanze, mit seinem letzten Brief als Schlussakkord, widerspiegelten sich die Gefühle der Leere und der leichten Traurigkeit, die die Stimmung des Abschieds unterstrichen. Der Abend entfaltete sich nostalgisch sowie pathetisch, jugendhaft sowie reif, heiter sowie melancholisch, markierte jedoch neben dem Ende zweifellos einen Neubeginn.

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