Lachen – live und in Farbe

1. Juli 2019 - 8:41 | Gast

Quergelacht: die a3kultur-Kabarett-Kolumne im Juli. Von Marion Buk-Kluger

Gefühlt machen gerade alle Kabarettisten Sommerpause, also zumindest im TV. Im realen Leben müssen wir dafür auf komödiantische Auftritte nicht verzichten, auch wenn uns der ein oder andere Künstler nicht so bekannt erscheinen mag. Oder kennen Sie Bumillo (der Autor, Slam-Poet, Moderator und Filmwissenschaftler kommt am 13. Juli in die Kresslesmühle und geht »Die Rutsche rauf«), die Feisten (die mit dem Deutschen Kleinkunstpreis geschmückten Geschichtenerzähler und Multiinstrumentalisten stehen am 18. Juli bei gutem Wetter im Innenhof des Parktheaters Göggingen, bei Regen drinnen zum »Junggesellenabschied« auf der Bühne) und Helmut A. Binser (Foto)?

Letzterer, der ganz in Schwarz gekleidete Mann mit Hut, ist ein echtes Original aus dem Bayerischen Wald. Der Musikkabarettist tritt gemeinsam mit seiner Ziehharmonika und seiner Gitarre auf und erzählt in seinen Geschichten und Liedern vom alltäglichen bis kuriosen Leben. Am 6. Juli macht er das in der Josef-Miller-Halle in Inningen. Das Motto: »Ohne Freibier wär das nie passiert«.

Wenn wir schon bei kabarettistischen Ausflügen in die Region sind, dann lohnt sich bereits zwei Tage zuvor, am 4. Juli, ein Ausflug in den Kultur-Stadl Wörleschwang zur »Beklopptimierung: Lebst du noch oder funktionierst du schon?« Für Max Beier und David Hang, die sich 2012 auf der Neuen Münchner Schauspielschule kennengelernt haben, ist es das zweite Programm, das sie zusammen spielen.

Ihre »Trotzphase« lebt die Tiroler Kabarettistin Tanja Ghetta am 11. Juli im Kultur-Stadl aus: Einfach Kind sein und losbrüllen, einmal so richtig die Sau rauslassen, als ob es kein Morgen gäbe. Bei Rot über die Straße gehen, im Regen grillen und ohne Zähneputzen ins Bett gehen. Warum das Ganze? Ghetta meint: »Weil ich es kann! Gescheit ist es nicht, aber cool.« Wie cool, das erlebt man demnächst in Wörleschwang, im Landkreis Augsburg bei Zusmarshausen. Und Lachen live und in Farbe ist doch eh besser als via Glotze und Co.

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