Mozartstadt: Breites Potenzial

30. Juni 2017 - 11:38 | Jürgen Kannler

Vor wenigen Wochen endete das Mozartfest, das erste unter der Ägide von Simon Pickel. Mit einem anspruchsvollen, klug zusammengestellten Programm löste das Mozartbüro der Stadt die Versprechen der letzten Monate ein.

Es sollte ein junges Festival werden, neues Publikum ansprechen und überzeugende Themen mit der gebotenen Tiefe bieten. Das ist gelungen. Pickel versteht es, sein Publikum mit der ihm eigenen Begeisterung für seine Musik mitzunehmen. Gut besuchte, oft ausverkaufte Konzerte waren der Lohn. Das war beim Mozartfest nicht immer so. Es hat dieser verdienten Institution und damit der gesamten Region gut getan, dass der Pianist Sebastian Knauer vor sechs Jahren gemeinsam mit Johannes Boecker mit mozart@augsburg ein Klassikfestival neuer Prägung ins Leben rief und damit Maßstäbe setzte. Konkurrenz belebt auch die schönen Künste – und schafft Vergleichsmöglichkeiten. So war im Mai Steven Isserlis zu erleben und nur drei Monate später kommt Jan Vogler. In der Mozartstadt Augsburg geben sich nicht nur die besten Cellisten die Klinke in die Hand. Hier hat Klassik breites Potenzial.

www.mozartstadt.de

Foto: Premiere feierte in diesem Jahr »Freistil«, das Festival im Festival. Maximilian Hornung (Cello) und Sarah Christian (Violine) verarbeiten das Thema des Mozartfests auf ihre eigene Weise: Frei, aber mit Stil. Den Auftakt bildete der Abend »Klaviertriospuren« im Kleinen Goldenen Saal. (Foto: Christian Menkel)

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