Musik trifft Lyrik

5. Februar 2018 - 8:03 | Janina Kölbl

Freie Theater im Porträt: FaksTheater Augsburg

Das FaksTheater macht Musiktheater für Familien, Kindergärten und Schulen im deutschsprachigen Raum und präsentiert rund 120 Vorstellungen im Jahr. Das Ensemble, das Teil des Kinder- und Jugendtheaterzentrums abraxas ist und ebenso mobil tourt, legt seinen Schwerpunkt auf die künstlerische Begegnung von Schauspiel und Musik. Spezialisiert hat sich das FaksTheater auf Musiktheater für Kinder ab zwei Jahren.

Gegründet wurde die Gruppe, die im kommenden Herbst ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, von der Schauspielerin Karla Andrä und dem Jazzmusiker Josef Holzhauser. Bei ihrem Konzept ließen sich die beiden von Modellen aus der Schweiz und Holland inspirieren. Neben zahlreichen Theaterproduktionen für Kinder und Jugendliche hat das Paar das CD-Label AndraeRecords mit seinen mittlerweile acht Produktionen sowie die literarisch-musikalische Reihe »Text will Töne« ins Leben gerufen. Letztere soll Erwachsenen durch die Vermengung von Musik und Sprache einen Zugang zur Lyrik eröffnen.

Einen großen Fokus legt das Ensemble auf die Umsetzung von Werken Brechts. So versucht das FaksTheater den einflussreichen Augsburger Lyriker sowohl Kindern als auch Erwachsenen zugänglich zu machen, wie man an beliebten Stücken wie »Der Pflaumenbaum« erkennen kann. Auch in diesem Jahr widmen sich Andrä und Holzhauser dem Thema Brecht: So wird anlässlich dessen 120. Geburtstags das Theaterkonzert »Onkel Ede hat einen Schnurrbart« (10. Februar, 15 Uhr, ab sieben Jahren) im abraxas zu sehen und zu hören sein. Mit Gedichten und Liedern möchte das Ensemble zeigen, dass bereits die früheste Begegnung möglich sein kann – und dabei auch noch Spaß macht.

Zum Brechfestival inszeniert das FaksTheater einen Poesie-Parcours unter dem Titel »Fisch Fasch« im Brechthaus – geeignet für Kinder ab acht Jahren. In Kooperation mit der Berliner Videokünstlerin Barbara Weigel wird es dabei einen spannenden visuellen Einblick in die Lyrik Brechts geben. Termine: 26., 27. und 28. Februar sowie 1. März.

www.fakstheater.de

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