Neu im Plattenregal: »Beast Issues«

13. November 2017 - 12:45 | Janina Kölbl

Dot, wohl besser bekannt als Basti von Blindspot oder Yawl und seines Zeichens Roy-Preisträger 2015, brachte im Oktober sein drittes Soloalbum »Beat Issues« beim Berliner Label Anette Records heraus.

Der Augsburger, der unter anderem mit Bands wie Frittenbude tourte, konnte mit seinen zwei Vorgängeralben »Alice« (2014) und »Erratica« (2015) deutschlandweit die Hörerschaft überzeugen. Sein jüngstes Werk ist wohl die logische Konsequenz, macht er doch einen weiteren Sprung hin zu einer Musik, die man weniger leicht in Genres einordnen kann. Entstanden ist das Album in einem dreijährigen Arbeitsprozess – vor allem auf Reisen durch Südostasien. Und genau diese Eindrücke bekommt man bei »Beat Issues« zu spüren. Die Grundzüge des Hip-Hops sind zwar immer noch vorhanden, doch scheinen die Beats durch die Vielzahl an Synthie- und Gitarrenklängen um einiges erweitert. Das Instrumentale bleibt hier weiterhin im Vordergrund des Geschehens, was dem Ganzen keinen Abbruch tut. Vielmehr hat man das Gefühl, der Gesang würde durch die mächtige Instrumentalisierung ersetzt. Genau das macht gute Musik aus: Der Klangteppich singt so sehr, dass der Gesang keine Sekunde fehlt. Und wenn er mal vorhanden ist, dann ergänzt sich alles schön, beispielsweise mit Gesangssamples, die aus den Sechzigern und Siebzigern stammen. Eine schöne Platte, die es sich zu hören lohnt.

www.soundcloud.com/dot-makes-music

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