Eine neue Adresse auf Augsburger Kulturkarte

23. Juli 2020 - 11:19 | Iacov Grinberg

Die Zeit großer geografischer Entdeckungen ist vorbei, doch entdeckt man auf der gut erkundeten Erde manchmal etwas Neues. Manchmal Zeitgebundenes, wenn nach einem Vulkanausbruch eine neue Insel entsteht oder nach einem nachfolgendem Vulkanausbruch verschwindet. Manchmal Dauerhaftes: Neulich hörte man von Schüler aus einer ländlichen Schule, die Satellitenaufnahmen analysierten und dabei eine neue Insel in Polarmeer entdeckten. Ich habe auch etwas Neues während eines Spazierganges in Augsburg entdeckt: die Galerie Artinova am Bäckergasse 38

Die Zeit großer geografischer Entdeckungen ist vorbei, doch entdeckt man auf der gut erkundeten Erde manchmal etwas Neues. Manchmal Zeitgebundenes, wenn nach einem Vulkanausbruch eine neue Insel entsteht oder nach einem nachfolgendem Vulkanausbruch verschwindet. Manchmal Dauerhaftes: Neulich hörte man von Schüler aus einer ländlichen Schule, die Satellitenaufnahmen analysierten und dabei eine neue Insel in Polarmeer entdeckten. Ich habe auch etwas Neues während eines Spazierganges in Augsburg entdeckt: die Galerie Artinova am Bäckergasse 38

Betrieben wird sie von der aus dem Iran stammenden Künstlerin Golnesa Shirazi, die früher in Mailand arbeitete und 2018 eine ähnliche Galerie in Iran eröffnete. In der Galerie Artinova sind nun ihre Gemälde und Collagen ausgestellt. Zwei Bilder, die Leben auf dem Mars verbildlichen, zeigen etwas, was an blühende Bäume in roter und gelber Umgebung erinnerte. Das überraschte mich in meine wissenschaftlichen Vorstellungen eines schon lebenslosen Planeten. Das Bild „»Everglade« dagegen erfreute mich: Es erinnerte aus der Entfernung an eine blühende Weide mit hohem Gras. »Blooms« und »Earth Mother« waren auch sehr schön. Die ausgestellten, von 1 bis 70 nummerierten Collagen aus Gewebe und teilweise Papier waren schön, auch wenn es im engen Raum der Galerie es nicht einfach war, sie detailliert zu betrachten.

Golnesa Shirazi zeigt Interessierten in ihrer Galerie auch, wie man aus speziellen Sorten von Gips bis fünf Zentimeter hohe Rosen selbst kreieren kann. Solche Rosen sind wirklich schön, wie es an der Abbildung sichtbar ist.

Die Ausstellung kann bis 30. September 2020 besucht werden.

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