Ein neuer Spielplatz im Gaswerk

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11. Januar 2019 - 20:45 | Bettina Kohlen

Heute Abend wird die neue brechtbühne mit einem Festakt der Stadtwerke Augsburg eröffnet. Richtig los geht es aber am Samstagabend mit der ersten Premiere des Staatstheaters Augsburg.

Mit der Uraufführung von „Central Europe“ muss die neue Spielstätte ihre Feuerprobe bestehen. Am Freitagvormittag herrschte im Ofenhaus auf dem Gelände des Gaswerks geschäftiges Treiben, um alles für den Start schick zu machen. Die neue brechtbühne bespielt das alte Ofenhaus, dessen beeindruckende Höhe erhalten geblieben ist. Unten hat die Gastronomie ihren Platz gefunden, über eine Galerie auf halber Höhe gelangt man in den Zuschauerraum mit 219 Plätzen. Mitten im Raum hat der Künstler Gerold Sauter eine metallene sphärische Wolke ausgebreitet, ein Blickfang, der zugleich den Raum gliedert und eine angedeutete Decke über dem Gastraum inszeniert.

An das Ofenhaus schließt sich ein gleich hoher Neubau an, ein außen mit Cortenstahl verkleideter Kubus, der sich über sechs Etagen erstreckt. Hier finden sich neben der Probebühne und den Werkstätten auch einige schöne Ateliers für die Künstler aus dem Kulturpark West.

Für die Menschen in den Werkstätten des Theaters wird das Leben jetzt sehr viel leichter: Der Malsaal ist groß und durch Sheds belichtet, Schreinerei und Schlosserei sind im Erdgeschoss untergebracht, durch große Rolltore können Materialien und Kulissen direkt angeliefert und abtransportiert werden (die große Bühne im martini-Park ist ja doch einige Kilometer entfernt). Für den Transport innerhalb des Haus gibt es passgerechte Lastenaufzüge. Ganz oben haben sich die Tänzer mit ihrem neuen Ballettsaal angesiedelt, auf doppelt so viel Fläche wie bisher im Stadttheater. Sie sind die Letzten, die aus dem Stadttheater an einen der Interimsorte ziehen.

Vom neuen mehrgeschossigen Parkhaus des Gaswerks sind es nur wenige Schritte zum Theatereingang, das ist praktisch, der Bau ist jedoch kein architektonisches Highlight… An den ÖPNV ist das Gaswerk bisher nur tagsüber angebunden, doch die Buslinie 21 soll an Spielabenden im 15-Minutentakt fahren, zusätzlich gibt es einen Shuttle Service zum Oberhauser Bahnhof.

Für den Theaterbetrieb, der dort die nächsten Jahre stattfindet, wurde ein Gebäude maßgeschneidert, dass vielen das Leben erleichtert. Erster Eindruck: Dem Theaterbesucher eröffnet sich ein Haus mit großem Raumerlebnis, das durch die Gastronomie, die ab April auch unabhängig vom Spielbetrieb agiert, zusätzlich gewinnt. Und die Bühne? Und der Zuschauerraum? Ein wenig Geduld noch… Wir berichten nach der Premiere…

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