Club & Livemusik

Shake your ass

Martin Schmidt
7. August 2014

Ich sag mal: vor allem mehr Bass. Denn der elektronische Höhepunkt im Augsburger Tanzjährchen naht: auto.matic.open 2014 ruft zum Open Air Booty Shaking auf den bewährten Vorplatz beim Kesselhaus. Die böse Fußball-WM hatte es der Elektro-Freiluftsause etwas schwergemacht, sich terminlich zu posi-tionieren, aber ganz ehrlich, der 15. August ist ja wohl der beste Termin schlechthin. Und weil’s ein Feiertag ist, kann es dieses Mal bereits um 12 Uhr losgehen. Ab 23 Uhr geht es dann indoor im Kesselhaus bis 5 Uhr weiter. Und jetzt kommt, was Sie am meisten interessiert – die Namen der Gäste an den Plattentellern. Ihr Debüt geben Âme (Innervisions), der Brasilianer Gui Barrato (Kompakt) und Shootingstar Mano Le Tough aka Niall Mannion (Maeve/Permanent Vacation). Der Thüringer Robag Wruhme (Pampa) kippt einem Tracks mit Titeln wie »Waffelekkspander«, »Hugendubel« oder »Fittichklopfer« in den Nacken; das kann er gut, denn er remixte bereits Depeche Mode und Slam. Das DJ-Duo Super Flu (Monaberry) steht für Feel-Good-Tech-House, Daniel Borz (Suol, Rote Sonne München, Forza Electronica) zaubert Grinsen auf die Gesichter der Tanzkörper und Sascha Sibler (Innervisions/Souvenir) wird seinen Fame als Resident im Bob Beamen wiederholt klarstellen. Und es nimmt kein Ende: Gunjah (Møensterbox) prescht mit progressivem Freestyle nach vorn, Scharre, Chefbooker im Hause Kompakt, geht selber an die Regler und das DJ-Kollektiv Monstaub Boys wird wieder den 2nd Floor in der Black Box des Kesselhauses bespielen – amtlich mit Konstantin Kulitschkas Visuals. Versteht sich, dass die Vergnügungsgenies hinter dem Veranstaltungsgiganten auto.matic.music selbst, Tobias Schmid und Stefan Sieber (auch &nd-Music), ihre Beats und Flächen beisteuern.

www.automaticmusic.de

StereoWald – grünes Licht für alle

Ach so: Und wem das Elektro-Urbane nicht so liegt, auf den wartet mitten im Grünen neben Wald und Wiesen handgemachte Musik auf einem herzgemachten Festival. Das StereoWald Open Air lädt für 8. und 9. August zu 18 Stunden Musik auf zwei Bühnen ein. Viele Menschen bezweifeln, dass es dort überhaupt elektronischen Strom oder gar Internet gibt, oder mutmaßen, man esse dort noch Katzen – aber Algertshausen bei Aichach ist tatsächlich der idyllische Veranstaltungsort. Die a3kultur-»Mischpult«-Kolumne klärt auf: Es gibt Strom, den Katzen geht’s gut und es wird sehr, sehr geil. Am Grubethaus spielen Bands wie Instrument, Fuck Art, Let’s Dance!, Adulescens, The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra oder Moop Mama, aber auch die Pipinsrieder Musikanten und Liedermacher wie Schwarzbauer & Maklar oder Karin Rabhansl (Pop mit bairischen Texten). Und viele mehr. Und das ganze Ding ist politisch korrekt, ey. Food und Drinks nur von regionalen Brauereien und Anbietern, behindertengerechtes Setting, Kinderbetreuung, Shuttlebus, Familientickets. (msc)

www.stereowald.de

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